Lucky 31 Wetten: 31 Wetten, ein Wettschein – und eine Marge, die immer mitläuft
Eine Lucky 31 ist eine Systemwette auf fünf Auswahlen, die aus insgesamt 31 einzelnen Wetten besteht: fünf Einzelwetten, zehn Doppelwetten, zehn Dreierwetten, fünf Vierfachwetten und eine Fünffachwette. Wer fünf Tipps abgibt, gibt damit 31 Wetten ab. Genau da beginnt das Problem, mit dem sich dieser Artikel beschäftigt – nicht mit der Frage, ob die Sorte elegant ist, sondern damit, was aus ihr folgt, sobald Einsatz, Quote und Auszahlungsquote zusammenkommen.

Datenstand: 29. Oktober 2026; geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos, das Règlement von Jouez Sport und die publizierten Angaben der Gespa.
Was eine Lucky 31 ist und was sie aus dem Einsatz macht
Die Sorte ist schnell erklärt und langsam verstanden. Vier Auswahlen ergeben eine Lucky 15, sechs eine Lucky 63 – die 31 sitzt dazwischen, und die Zahl selbst verrät die Konstruktion: fünf Auswahlen lassen sich auf genau 31 Weisen kombinieren. Eine Lucky 31 umfasst eine Auswahl mehr als die Lucky 15 (4 Auswahlen, 15 Wetten) und eine weniger als die Lucky 63 (6 Auswahlen, 63 Wetten).

Die eigentliche Eigenheit ist eine andere. Die Lucky 31 ist eine Full-Cover-Wette, in der die Einzelwetten eingeschlossen sind. Das klingt nach einem Detail und ist die ganze Mechanik: Wer fünf Tipps als Kombiwette spielt, braucht alle fünf richtig, um überhaupt etwas zurückzubekommen. Wer sie als Lucky 31 spielt, bekommt bereits Geld für eine einzige richtige Voraussage. Ein Treffer aus fünf genügt für eine Auszahlung. Das ist der Vorteil, und er wird mit dem bezahlt, was diese Seite durchgehend beschäftigt: Fläche.
Fläche bedeutet Einsatz, und Einsatz ist der Punkt, an dem viele Rechnungen schon vor dem ersten Anpfiff schiefgehen. Wer sagt «ich setze CHF 10 auf diese fünf Tipps», meint in aller Regel CHF 10 je Wette – und landet bei CHF 310. Die Zahl ist kein Rechenfehler, sondern die Konstruktion. 31 Wetten zu CHF 10 sind 31-mal CHF 10. Der Wettschein sieht nach einem Betrag aus, die Abrechnung kennt 31.
Daraus folgt etwas Konkretes, das sich in der Praxis sofort zeigt. Der Mindesteinsatz gilt je Wette, nicht je Wettschein. Bei Sporttip liegt er für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1. Wer fünf Auswahlen mit dem kleinsten zulässigen Betrag belegt, liegt bei CHF 31 Gesamtumsatz – und das ist kein kleiner Einsatz mehr, sondern das Vielfache dessen, was ein Einzeltipp kostet. Die Alternative, aus fünf Tipps eine einzige Kombiwette zu machen, kostet CHF 1 und nichts weiter. Derselbe Tippzettel, zwei völlig verschiedene Beträge.
Die Frage, die sich daraus stellt, ist nicht «lohnt sich die Lucky 31?», sondern «lohnt sie sich für diesen einen Tippzettel?». Wer fünf Favoriten mit niedrigen Quoten spielt, kauft sich für den dreissigfachen Einsatz eine Absicherung, die selten greift: Sind ohnehin vier oder fünf richtig, hätte es die Kombi fast getan. Wer dagegen zwei oder drei gut bezahlte Aussenseiter dabei hat, kauft sich mit den 31 Wetten die Chance, dass ein einziger Treffer die Kosten dieses Zettels trägt. Die Sorte ist ein Werkzeug für genau diese zweite Lage – und eine teure Angewohnheit in der ersten.
Was das Kostet, wenn der Zettel teilweise aufgeht, ist die nächste Frage. Ein Vierfachtitel oder eine Kombination aus drei richtigen Tipps kann einen Teil des Einsatzes wieder hereinholen. Bleibt es bei zwei Treffern, kommt in der Regel weniger zurück, als der Wettschein gekostet hat.
Wie sich die 31 Wetten auf die fünf Stufen verteilen
Die Aufteilung ist arithmetisch und deshalb überprüfbar – das ist der angenehme Teil dieser Sorte. Fünf Auswahlen ergeben fünf Einzelwetten. Aus fünf Auswahlen lassen sich zehn Paare bilden, also zehn Doppelwetten. Für Dreier gibt es zehn mögliche Kombinationen, für Vierer fünf, und alle fünf zusammen bilden die eine Fünffachwette. Fünf plus zehn plus zehn plus fünf plus eins ergibt 31.
| Stufe | Anzahl Wetten | Auswahlen je Wette |
|---|---|---|
| Einzelwetten | 5 | 1 |
| Doppelwetten | 10 | 2 |
| Dreierwetten | 10 | 3 |
| Vierfachwetten | 5 | 4 |
| Fünffachwette | 1 | 5 |
| Gesamt | 31 | – |
Die Tabelle zeigt, wo das Geld steckt. Zweiunddreissig Prozent des Einsatzes liegen in den Einzelwetten, weitere zweiunddreissig Prozent in den Doppelwetten. Dreier und Vierer tragen zusammen achtundvierzig Prozent, die Fünffachwette allein gut drei Prozent. Wer die Stufen nach ihrer Anzahl sortiert, sortiert sie damit zugleich nach ihrem Anteil am Umsatz – jede dieser Wetten kostet denselben Teileinsatz, egal wie viele Tipps sie bündelt.
Der Anteil der kleinen Stufen ist die eigentliche Entscheidung, die in dieser Sorte steckt. Zwei Drittel des Einsatzes liegen in Einzel- und Doppelwetten. Das ist der Teil, der den Charakter einer Lucky 31 ausmacht: Er sorgt dafür, dass ein einziger Treffer schon etwas zurückbringt. Wer diese Absicherung nicht will, spielt die falsche Sorte. Ein System aus Vierern und einer Fünffachwette gibt es nicht – die Lucky 31 liefert den Schutz mit, und der wird mit dem ganzen Einsatz bezahlt.
Und die Stufen sind unterschiedlich empfindlich. Eine Einzelwette braucht eine richtige Voraussage. Eine Doppelwette braucht zwei, also aus fünf Tipps sind zehn Paare zu treffen – kein Hexenwerk, aber die Menge an möglichen Paaren ist genau die Menge an Wegen, auf denen zwei Fehltipps beliebig viele dieser zehn Wetten zunichtemachen. Ein einziger Fehltipp bei fünf Auswahlen tötet jede Kombination, in der er steckt: Bei vier Richtigen bleiben ganze vier der 31 Wetten lebendig. Die Sorte ist nicht ausgewogen über die Teile, sie ist ausgewogen über die Szenarien.
Was daraus für den einzelnen Zettel folgt: Bei fünf soliden Favoriten mit Quoten knapp über dem Mindestwert fressen die kleinen Stufen einen erheblichen Teil des Rücklaufs, während die wenigen grossen Stufen kaum tragen. Bei fünf Quoten zwischen 2.00 und 3.00 dreht sich das Bild – ein einziger Treffer kann den ganzen Einsatz wieder herstellen, und der Rest des Pakets kommt als Zusatz dazu.
Was der Rechner zeigt: Quote, Einsatz und Rückfluss
Eine Lucky 31 lässt sich nicht über einen einzigen Preis beschreiben. Sie hat 31 Preise, und der Teileinsatz gilt für jeden von ihnen. Diese Rechnung lässt sich mit fünf beliebigen Beispielquoten sauber durchspielen. Ein Beispiel, kein Angebot: drei Auswahlen mit Quote 1.50, eine mit 2.00 und eine mit 2.50, dazu CHF 1 je Wette – 31 Wetten, CHF 31 Umsatz. Die tatsächlichen Quoten stehen auf jedem Wettschein, und für die hier gezeigte Rechnung müssten nur die Preise eingesetzt werden, die gerade im Programm stehen.
Bei diesem Beispiel läuft der Rückfluss über eine erstaunlich breite Spanne, und die Spanne ist das Ergebnis. Geht nur die Quote mit 2.50 auf, bringt die Einzelwette CHF 2.50 – deutlich weniger als die CHF 31, die der Zettel gekostet hat. Kommen zwei Auswahlen, zahlt die Doppelwette zurück. Treffen drei mit Quote 1.50, liegen Dreier, Doppel und Einzel zusammen bei etwa CHF 10. Gehen alle fünf auf, ziehen die Fünffachwette und die grossen Stufen den Betrag in die Höhe; die Fünffachwette allein bringt bei diesen Quoten rund CHF 28, und die Summe aller 31 Wetten liegt grob im Bereich der fünf- bis sechsfachen des Umsatzes.
Diese Bandbreite ist das eigentliche Ergebnis, nicht eine Zahl. Sie zeigt, was eine Lucky 31 in guter Lage zahlt und wie wenig sie in schlechter Lage übrig lässt, denn zwischen einem einzigen Treffer von fünf und dem vollen Erfolg liegt fast der ganze Umsatz. Der Beispielwert sitzt zudem an einer unterstellten Konstellation; wer mit drei Quoten von 3.00 statt 1.50 rechnet, landet mit denselben 31 Wetten in einer anderen Grössenordnung.
Bei einer Kombiwette ist die Rechnung anders gebaut, und der Unterschied kostet. Dort multiplizieren sich die Einzelquoten zu einer Gesamtquote: Aus 1.50, 2.00 und 2.50 wird 7.50, und CHF 1 Einsatz bringen CHF 7.50 zurück. Richtig wird die Kombi erst, wenn alle ausgewählten Tipps treffen. Bei der Lucky 31 ist ein Teil dieses Weges abgesichert, und der Preis dafür ist der Rest des Umsatzes.
Sporttip rechnet den Gewinnbetrag als Einsatz mal Quote – bei Kombinationen mal Gesamtquote –, rundet zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf 5 Rappen genau ab. Wer den Wettschein plant, rechnet denselben Betrag zweimal; wer ihn nach dem Spiel nachrechnet, findet in der gutgeschriebenen Summe diese Rundung wieder und nicht den Wert aus dem Kopf.
Worauf sich der Rechner stützt: der Preis jeder Quote
Jede der 31 Wetten trägt die Marge des Marktes, aus dem ihre Quoten stammen, und diese Marge ist bei jeder Stufe mit dabei. Die Auszahlungsquote eines Marktes ergibt sich aus der Summe der Kehrwerte aller Quoten dieses einen Marktes; die Differenz zu 100 % ist die Marge. Eine Beispielrechnung, wie sie für jeden 1X2-Markt funktioniert: Bei drei Quoten von 2.10, 3.40 und 3.60 beträgt die Auszahlungsquote rund 95,4 % – die Marge also knapp unter fünf Prozent des Einsatzes auf diesen einen Markt. Das ist ein Rechenbeispiel für einen Markt, nicht die Auszahlungsquote eines Anbieters oder einer bestimmten Partie.
Wer das auf die Lucky 31 überträgt, sieht sofort, warum die Zahl der Wetten mehr ist als eine Fussnote. Die Marge wird auf jeder der 31 Positionen fällig. Bei einem Einzeltipp zahlt der Spielende sie einmal. Bei 31 Wetten zahlt er sie 31-mal – verteilt über die Stufen, aber vollständig. Das ist kein Skandal, sondern die Mechanik des Preises, und sie ist der Grund, warum ein Paket aus vielen Teilwetten selten auf eine niedrigere Gesamtmarge kommt als ein einzelner Tipp. Die Marge sitzt in der Quote, nicht im Betrag.
Die Kombination aus vielen kleinen Stufen und einem Mindesteinsatz je Wette macht daraus eine kalkulierbare Grösse. Die Marge wird auf den Umsatz gerechnet, nicht auf den Gewinn. Wer CHF 31 umsetzt, trägt sie also auf CHF 31 und nicht auf dem, was am Ende zurückkommt.
Für die Wahl der Auswahlen folgt daraus eine einfache Regel: Grosse Felder mit hoher Marge sind für ein 31-Wetten-Paket teurer als schmale Märkte mit niedriger Marge, weil die Marge sich mit jeder einzelnen Position wiederholt. Wer die Sorte für einen Zettel mit fünf Aussenseitern nutzt, sollte die Quoten aus einem Markt nehmen, in dem die Auszahlungsquote stimmt – über die Stufen hinweg multipliziert sich der Preis der Quote, nicht nur die Chance.
Wie die Schweizer Rechtslage das Feld absteckt
Die Schweiz ist kein Markt mit vielen Anbietern, unter denen man wählen kann. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel unter dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), das am 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist; die Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern. Nicht die ESBK, die nur die Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung je Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Wer eine Lucky 31 online abschliessen will, tut das in einem rechtlich geschlossenen Rahmen.

Dieser Rahmen hat einen Namen für das, was praktisch am meisten auffällt: Es gibt nur zwei Veranstalter, und beide gehören der öffentlichen Hand. Swisslos betreibt sein Wettangebot unter dem Namen Sporttip und ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel – die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt, deshalb gibt es keine Liste weiterer bewilligter Anbieter: Eine weitere Bewilligung existiert nicht, und die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domänen.
Die Gebiete sind getrennt, und das hat Folgen für jeden, der ein Konto eröffnen will. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Jouez Sport läuft in Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; die Loterie Romande nennt die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne als Kontaktadresse und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Wer in einem anderen Kanton wohnt, kann bei dem einen Veranstalter kein Konto eröffnen – nicht, weil er nicht dürfte, sondern weil das Gebiet endet.
Zur Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Für einen Wettschein heisst das: Ohne gültigen Ausweis und eine Adresse im Gebiet entsteht kein Konto, und «einmal» ist wörtlich gemeint.
Was gespielt werden darf, ist ebenfalls nicht offen. Zulässig sind nur Sportereignisse – Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Der erlaubte Bereich ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Version 10.09.2026). Qualifikationsrunden stehen nur darin, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettkämpfe ebenfalls nur dann, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder aufs Podest entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Die Liste führt keine Corner- und Kartenmärkte und keinen Esport-Bereich. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und live, soweit der Veranstalter über eine entsprechende Bewilligung verfügt; eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Livemärkte kennt das Gesetz nicht. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt und bleibt Sache des Veranstalters.
Die Einzelheiten dieser Rechtslage gelten für Anbieter unter Schweizer Bewilligung. Ein Anbieter mit ausländischer Bewilligung läuft nach eigenen Hausregeln, und die Schweizer Regeln binden ihn nicht.
Ein praktischer Punkt am Rande: Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer in einer Lucky 31 zwei Tipps aus derselben Partie unterbringt, sollte wissen, wie der Veranstalter damit umgeht.
Was der Veranstalter darf und was er nicht schuldet
Die Schweizer Regeln schützen den Spielenden an mehreren Stellen, und wer die Grenze kennt, kann seine Chancen besser einschätzen. Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten; das ist keine Unfreundlichkeit, sondern die Formel dafür, dass ein Tipp nach dem entscheidenden Moment kein Tipp mehr ist.
Für eine Systemwette ist dasselbe Muster wichtig, denn eine Lucky 31 ist ein Bündel aus 31 Wetten. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Auf einen 31-Wetten-Zettel gerechnet bedeutet das in der Regel kein Ungemach – eine abgesagte Partie nimmt sich aus dem Paket heraus, statt es zu sprengen. Der Unterschied zwischen einer Einzelwette und einer Kombi zeigt sich hier in der Art der Rückabwicklung.
Zeitlimits gehören zur Auszahlung wie der Einsatz zum Wettschein. Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos; eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Wer einen Gewinn liegen lässt, verschenkt ihn nicht, sondern überlässt ihn dem Zweck der Swisslos – die Unterscheidung ist juristisch, aber für den Betroffenen gleich teuer.
Die Dauer eines Wettmarktes schliesslich entscheidet, wann eine Wette gewertet wird. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer – etwa 90 Minuten beim Fussball – plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer eine Partie mit Verlängerung als regulär gewertet wissen will, findet die Antwort nicht in der Tabelle, sondern im Wettprogramm, und nur dort.
Wie viel Umsatz eine 31er-Wette bindet und wie das zu bremsen ist
Swisslos und Loterie Romande legen Limiten fest. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
| Angabe | Sporttip (Swisslos) | Jouez Sport (Loterie Romande) |
|---|---|---|
| Mindesteinsatz je Wette | CHF 1 (Einzel- und Kombinationswetten) | CHF 2 online, CHF 3 in Verkaufsstellen, CHF 2 für Multiples |
| Höchsteinsatz | CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten | CHF 500 für Einzel- und Kombiwetten |
| Systemwette | CHF 10’000 je Systemwette | Maximum je Wettschein mit Multiples: CHF 7’500 Gesamteinsatz |
| Höchstgewinn | – | CHF 300’000 je Einzel- oder Kombiwette, CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples |
| Mindestquote | – | 1.10 als Untergrenze für die Einzel- oder Gesamtquote, 100’000 als Obergrenze |
Der Vergleich der beiden Zahlen liest sich schnell, die Konsequenz weniger. Wer bei Jouez Sport 31 Wetten mit dem Mindesteinsatz von CHF 2 je Multiple aufsetzt, liegt bei CHF 62 Umsatz für einen Zettel – der Wettschein darf bis CHF 7’500 Einsatz tragen, und diese Spanne ist breit genug, dass eine aufwendige Systemwette hineinpasst. Der Höchsteinsatz von CHF 500 gilt für Einzel- und Kombiwetten und grenzt damit nicht die Systemwette als solche ein, sondern die einzelne Wette mit einer Voraussage. Bei Jouez Sport kommt eine zusätzliche Grenze nach oben hinzu: Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Diese Untergrenze von 1.10 trifft eine Lucky 31 bei jedem einzelnen Teilsatz, denn jede der 31 Wetten ist eine Wette mit eigener Quote.
Bei Sporttip liegt die Sache anders: CHF 1 Mindesteinsatz, aber CHF 10’000 für eine Systemwette. Die Spanne zwischen den beiden Zahlen beträgt das Zehntausendfache, und in dieser Spanne entscheidet der Spielende allein. Kein Veranstalter schreibt vor, wie gross ein Zettel sein muss.
Die Grenzen des Veranstalters sind die eine Sache. Die Grenze, die der Spielende selbst setzt, ist die andere – und bei einer Sorte, die 31 Wetten aus einem einzigen Entschluss macht, ist sie die wirksamere. Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und, für Personen unter 21 Jahren, CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Wer diese Limite vor dem ersten Wettschein setzt, merkt ihren Effekt sofort: Die Erhöhung wirkt nicht auf Knopfdruck, sondern nach drei Tagen, und das ist genau der Abstand, der einen Impuls von einem Entschluss trennt.
Das Gesetz verlangt die Limiten, aber es schreibt die Zahl nicht vor. Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Gesetzlich gilt eine Senkung sofort und eine Erhöhung nach 24 Stunden, während Swisslos und Loterie Romande in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden anwenden. Nach oben hin gibt es in der Schweiz keine gesetzlich festgelegte Einzahlungslimite. Die Grenze ist also kein Schutzwall über dem Markt, sondern eine Zahl, die der Spielende selbst in ein Formular schreibt.
Für ein Paket aus vielen Teilwetten ist eine Verlustlimite das direkteste Werkzeug, das ein Spielender hat. Die Limite greift auf den Verlust, nicht auf den Einsatz – und weil die 31 Wetten eines Zettels gemeinsam gewinnen oder verlieren, ist der Verlust einer Lucky 31 eine einzige Zahl, die sich gut gegen eine Limite stellen lässt.
Spielsperre, Beratung und wo ein Zettel zu gross wird
Neben der Limite steht die Sperre, und sie ist die härtere Massnahme. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer sich einmal unbefristet sperrt, trifft eine Entscheidung, die über den Anbieter hinausreicht.
Das Register ist der Ort, an dem die Schweiz ihre Spielerschutzpolitik bündelt. Die Spielsperre nach Art. 80–82 BGS erfasst überschuldete oder suchtgefährdete Personen und die Selbstsperre; sie wird in einem gemeinsamen Register der gesperrten Personen geführt. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben, und eine Fachstelle ist daran beteiligt. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss der Veranstalter anbieten. Gesperrte und minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Wer gesperrt ist, spielt also nicht nur nicht – er spielt ohne jeden Rückhalt.
Die Kehrseite dieser Ordnung zeigt sich an der Verkaufsstelle, und sie ist unangenehm. Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Diese Zahl gehört auf den Tisch, weil sie das Bild eines lückenlosen Schutzes widerlegt. Der Schutz an der Verkaufsstelle ist keine strenge Wand.
Am Account selbst ist die Wand dagegen hoch. Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen, und ein Spielerkonto setzt eine verifizierte Identität voraus. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Auszahlungen von Gewinnen und Guthaben gehen nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers; anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht, und Kredite an Spielende sind verboten. Eine Sperre auf dem Papier trifft hier auf eine Identität, die tatsächlich geprüft ist.
Für die Grösse eines Zettels folgt daraus ein einfacher Gedanke. Eine Sorte, die den Einsatz in 31 Wetten aufteilt, bindet in wenigen Minuten mehr Geld als eine einzelne Wette. Das ist kein Argument gegen die Sorte, sondern eines dafür, den Betrag zu wählen, bevor die fünf Tipps ausgesucht sind – und nicht danach. Wer CHF 2 je Wette vorsieht, kommt bei CHF 62 heraus. Wer CHF 10 vorsieht, kommt bei CHF 310 heraus. Beim Spielguthaben gilt zusätzlich eine Grenze des Anbieters: Bei Swisslos lässt sich Guthaben per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, ab einem Mindestbetrag von CHF 20, mit höchstens CHF 10’000 in 30 Tagen, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt.
Wer merkt, dass die Zettel grösser werden als die eigene Freude, findet Hilfe bei der Fachstelle, die an der Aufhebung einer Sperre beteiligt ist, und bei der kantonalen Suchtberatung; die Nummer der Spielsucht-Hilfe steht auf jedem Wettschein.
Wo eine Grenze sichtbar wird, sind die Zahlen des Anbieters der erste Ort, an dem ein Spielender selbst nachsehen kann. Wie schnell ein Guthaben verfügbar ist, welche Limite im eigenen Konto hinterlegt ist und welche Bedingungen für den jeweiligen Markt gelten, steht im Spielerkonto und in den Bedingungen des Veranstalters – nicht in der Werbung und nicht in einem Vergleichstext.
Steuern, Auszahlung und was von einem Gewinn bleibt
Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zu einem Freibetrag steuerfrei und werden erst darüber besteuert. Die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich als Grossspiele; auf Bundesebene liegt der Steuerfreibetrag ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Je nach Kanton gilt eine andere Schwelle – ein einzelner kantonaler Wert wäre hier schlicht falsch, deshalb bleibt es bei «je nach Kanton». Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer zurück; zurückgeholt wird sie über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung.
Die praktische Grösse dieser Grenze erschliesst sich erst mit dem Vergleich. CHF 1’071’000 liegt weit ausserhalb dessen, was ein Wettschein mit einem Teileinsatz von CHF 2 oder auch CHF 500 erreicht. Typische Sportwettengewinne bleiben unter dem Freibetrag. Wer ihn tatsächlich übersteigt, hat nicht ein Steuerproblem, sondern ein Wettscheinproblem anderer Art – aber dann greift die Verrechnungssteuer, und die Steuererklärung ist der Weg zurück.
Der zweite Teil der Steuerfrage betrifft die Anbieter selbst. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, und die kantonale Praxis kann sie trotzdem als steuerbares Einkommen behandeln; die Steuerpraxis des Kantons Thurgau sieht Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen. Eine Steuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht – wer eine solche Zahl irgendwo liest, sieht keine Schweizer Regel. Für den eigenen Fall führt am Steuerberater oder der kantonalen Steuerverwaltung kein Weg vorbei; allgemeine Sätze über die Steuerpflicht ersetzen keine Auskunft über den eigenen Wettschein.
Und was heisst das für die Lucky 31? Ein Gewinn, der über 31 Wetten zusammenkommt, ist ein Gewinn wie jeder andere. Die Steuerfreiheit hängt am Freibetrag des Einzelgewinns und nicht daran, wie viele Einzelwetten zu ihm beigetragen haben. Wer eine 31er-Wette spielt, hat 31 Chancen auf einen steuerfreien Betrag – aber es bleibt bei der Steuerfreiheit pro Gewinn, und die Summe aller Teilsätze eines Multiples findet ihre eigene Grenze bei Jouez Sport bei CHF 1’000’000 für alle Gewinne zusammen.
Was der Auszahlungsanteil im Paket bedeutet
Die Marge, die vorhin in einem einzelnen Markt gerechnet wurde, hat bei einer Lucky 31 eine andere Grösse als bei einem Einzeltipp – nicht, weil der Prozentsatz steigt, sondern weil die Fläche wächst. Dreiunddreissig Positionen, jede mit demselben Preiszuschlag: Die Summe der Margenlast ist der Umsatz multipliziert mit dem Prozentsatz. Bei CHF 31 Umsatz und einer Marge knapp unter fünf Prozent liegt die erwartete Last bei gut CHF 1.40. Das ist kein Verlust, den jemand abbucht, sondern der statistische Durchschnitt über viele Wetten auf diesem Markt und unter der Annahme, dass nur die fünf Auswahlen des Beispiels gespielt werden. Wer einen einzelnen Zettel hält, merkt davon nichts.
Der Vergleich mit einem einzelnen Tipp macht die Sache greifbar. Wer CHF 31 auf eine einzige Kombi setzt, trägt die Marge einmal – bei fünf Kombinationsstufen multipliziert sich die Marge allerdings über die Stufen hinweg, denn jede Quote bringt ihren eigenen Anteil mit. Wer CHF 31 in 31 Einzelwetten aufteilt, trägt sie einunddreissigmal, dafür auf einem viel kleineren Wert je Position. Der Unterschied liegt nicht im Prozentsatz, sondern darin, wie oft der Betrag durch den Markt läuft.
Daraus folgt die praktische Konsequenz, die diese Sorte am deutlichsten zeigt: Je mehr Wetten in einem Paket liegen, desto mehr zählt die Wahl des Marktes. Eine Auswahl mit einer Quotendifferenz von zwei Prozentpunkten in der Auszahlungsquote ist bei einem Einzeltipp eine Randnotiz. Bei 31 Wetten ist sie es nicht mehr – und trotzdem ist sie in der Regel weniger wichtig als die Anzahl der Treffer. Die Sorte belohnt nicht die feinste Marktwahl, sondern die Auswahl der Tipps. Das ist ihre eigentliche Wette.
Der Vergleich der beiden bewilligten Veranstalter
Auf Schweizer Boden stehen für eine Lucky 31 zwei Adressen zur Verfügung, und mehr werden es nicht. Das ist kein Marktversagen, sondern die Organisationsform: Nettoerträge gehen einem öffentlichen Zweck in den Kantonen zu. Wer heute eine Systemwette abschliessen will, entscheidet zwischen den beiden Veranstaltern – und diese Entscheidung ist über weite Strecken durch den Wohnkanton vorbestimmt.
Die folgende Übersicht stellt die beiden nach ihrem Rahmen gegenüber. Die Spalte zur Bewilligung nennt, was jedem der beiden den Betrieb erlaubt; sie ist keine Werbung, sondern die Bedingung dafür, dass ein Konto überhaupt legal zustande kommt.
| Veranstalter | Bewilligung | Veranstalterin (Trägerschaft) | Betriebsgebiet |
|---|---|---|---|
| Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel | AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH, Tessin und Fürstentum Liechtenstein |
| Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne | Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt, Wallis |
Die Gebietstrennung ist der wichtigste Punkt dieser Tabelle und der am wenigsten diskutierte. Ein Wettschein setzt ein Konto voraus, ein Konto setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Gebiet voraus. Ein Spielender aus Zürich kann deshalb bei Jouez Sport nicht mitspielen, und ein Spielender aus Genf nicht bei Sporttip. Die Wahl zwischen den beiden Veranstaltern ist für die meisten keine Wahl, sondern eine Feststellung.
Innerhalb des jeweiligen Gebiets lohnt der Vergleich trotzdem, weil sich die Bedingungen in den Zahlen unterscheiden, die eine Lucky 31 tatsächlich berühren. Bei Sporttip beginnt der Einsatz bei CHF 1 je Wette, bei Jouez Sport online bei CHF 2, wobei für Multiples ebenfalls CHF 2 gelten; ein Zettel aus 31 Wetten kommt dort auf CHF 62 im Minimum statt CHF 31. Bei Jouez Sport kommt eine Mindestquote von 1.10 für die Einzel- oder Gesamtquote hinzu, bei einer Systemwette also für jede einzelne der 31 Positionen – eine Untergrenze, die bei sehr niedrig angesetzten Favoriten relevant werden kann. Oben begrenzt Jouez Sport den Gesamteinsatz eines Multiple-Wettscheins auf CHF 7’500 und den Höchstgewinn auf CHF 300’000 je Einzel- oder Kombiwette sowie auf CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Sporttip lässt je Systemwette CHF 10’000 zu und schreibt bei den Limiten ausdrücklich, dass sie jederzeit ohne Angabe von Gründen geändert werden können und eine Wette über der Limite nicht angenommen wird.
Für die Westschweiz heisst das: Der Mindesteinsatz je Wette und die Mindestquote verteuern und verengen den Zettel, während der grosszügige Rahmen für den Gesamteinsatz und die hohen Gewinnobergrenzen zeigen, dass die Systemwette bei Jouez Sport ausdrücklich vorgesehen ist. In der Deutschschweiz ist der Einstieg billiger, dafür sind die Gewinnobergrenzen nicht in vergleichbarer Weise publiziert, und die Systemwetten-Limite liegt bei CHF 10’000 je Wette.
Die geprüften Anbieter im Vergleich
Die Liste beginnt mit den beiden Veranstaltern, denen die interkantonale Regelung den Betrieb erlaubt. Danach folgen ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Reihenfolge ist bewusst: Bewilligt und nicht bewilligt sind keine zwei Spielarten derselben Sache.
Sporttip: der Veranstalter mit dem billigsten Einstieg je Wette
Die Bewilligung von Swisslos ist eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, erteilt und beaufsichtigt durch die Gespa. Trägerin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel; das Wettangebot läuft unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz, und ein Online-Konto besteht nur für Personen mit Wohnsitz im beschriebenen Vertragsgebiet.
Für eine Lucky 31 ist der Einstieg hier der günstigste, den die Schweiz hergibt: CHF 1 Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten. 31 Wetten kosten damit im Minimum CHF 31, und wer den Betrag höher setzt, bewegt sich innerhalb einer Spanne, die bis CHF 10’000 je Systemwette reicht. Die Limiten sind ausdrücklich als veränderbar bezeichnet, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen – ein Wettschein, der zu gross geworden ist, wird also nicht gekürzt, sondern zurückgewiesen.
Für Systemwetten gibt es bei Sporttip einen Zusatz, der die Rechnung eines Zettels tatsächlich verändert: Der Kombiboost gilt nur online für Prematch, Live und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Eine Lucky 31 hat fünf Auswahlen – sie erreicht die unterste Schwelle, wenn mindestens vier davon die Quote 1.50 übertreffen. Die 5 % auf den Nettogewinn sind kein umwerfender Zuschlag, aber sie sind auch nicht nichts, und sie hängen an einer Bedingung, die der Spielende vorher kennt.
Was hier zusammengenommen auffällt: Der günstigste Einstieg, die Systemwetten-Limite von CHF 10’000 und eine Verlustlimite, deren Erhöhung erst nach 72 Stunden wirkt. Das ist ein Rahmen, in dem ein kleiner Zettel wirklich klein bleiben kann – und in dem ein grosser Zettel die Formulare kennt, die ihn bremsen.
Jouez Sport: der Veranstalter mit klaren Obergrenzen
Die Bewilligung der Loterie Romande ist dieselbe Art von Bewilligung – Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz unter Aufsicht der Gespa. Trägerin ist die Société de la Loterie de la Suisse Romande mit Sitz in Lausanne; das Wettangebot läuft unter dem Namen Jouez Sport, und das Betriebsgebiet umfasst die sechs Westschweizer Kantone. In der Westschweiz stehen 2’350 Verkaufsstellen zur Verfügung, was für ein Produkt, das auch online läuft, eine bemerkenswerte Grösse ist.
Die Zahlen unterscheiden sich von den deutschschweizerischen in einer Weise, die beim Aufsetzen eines Zettels spürbar wird. Online beträgt der Mindesteinsatz CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Kombiwetten umfassen 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Ein Höchstgewinn von CHF 300’000 je Einzel- oder Kombiwette und von CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen rundet das Bild.
Wer die 31 Positionen mit dem Mindesteinsatz von CHF 2 spielt, liegt bei CHF 62 – dem Doppelten dessen, was dieselbe Wette im Vertragsgebiet von Swisslos kostet. Dafür sind die Obergrenzen hier offen publiziert, und die Gewinnobergrenze von CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples ist eine Zahl, die eine Lucky 31 selten erreicht, aber sie steht dort, wo ein Spielender sie nachlesen kann. Die Mindestquote von 1.10 ist bei einem Paket aus fünf Tipps die schärfere Bedingung, wenn die Auswahlen aus niedrig quotierten Favoriten bestehen.
Was diese beiden Adressen von allen weiteren auf dieser Liste unterscheidet, ist nicht die Quote, sondern der Rückhalt. Bei einem Veranstalter unter Schweizer Bewilligung greift die Spielsperre im gemeinsamen Register, gelten die Auszahlungsregeln des Gesetzes, und für Streitigkeiten gibt es einen Schweizer Weg. Diese Eigenschaft lässt sich nicht in eine Quote umrechnen.
IviBet: ausländische Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz
IviBet trägt keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten; eine ausländische Bewilligung hat hier keine Geltung. Der Anbieter ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, und Domänen können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden.
Für einen 31-Wetten-Zettel ist das der Punkt, der zählt: Ein Paket aus vielen Teilwetten erzeugt mehr Vorgänge, an denen etwas schiefgehen kann – eine Wertung, eine Stornierung, eine Auszahlung.
bet365: eingetragener Name, keine Schweizer Bewilligung
Auch bet365 hat keine Schweizer Bewilligung, und auch hier gilt: eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Kraft, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, eine Domäne, die auf die Sperrliste gesetzt werden kann. bet365 wird in diesem Zusammenhang ausdrücklich als ein Anbieter genannt, dessen Domäne auf der Liste steht.
Wer dort eine Systemwette aufsetzt, verlässt den Bereich, in dem die Schweizer Regeln die Abwicklung formen.
Jackbit: ohne Anschluss an das Schweizer Sperrregister
Jackbit gehört zur Gruppe der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Es gilt die Bewilligung des Auslands und nichts darüber hinaus: kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, die Möglichkeit einer Sperrung der Domäne.
Die Abwesenheit des Registers ist keine Formalie. Wer sich dort sperrt, sperrt sich bei einem Anbieter, nicht in der Schweiz.
Sportaza: keine Schweizer Aufsicht
Bei Sportaza liegt dieselbe Lage vor: keine Schweizer Bewilligung, keine Wirkung einer ausländischen Bewilligung, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg und eine Domäne, die blockiert werden kann.
Sportaza bleibt damit ein Anbieter, bei dem die Bedingungen des Hauses die einzige Ordnung sind, die für einen Wettschein gilt.
HornetBet: Domäne auf der Sperrliste möglich
HornetBet fällt in dieselbe Kategorie: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anschluss an das Schweizer Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsweg, mit der Möglichkeit, dass die Domäne auf die Sperrliste kommt.
Für einen Zettel mit 31 Positionen heisst das: Es gibt keine Schweizer Stelle, an die man sich wenden kann, wenn eine Wertung strittig wird.
Bahigo: ausländische Bewilligung, Schweizer Regeln greifen nicht
Bahigo trägt keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Geltung, das Sperrregister bindet den Anbieter nicht, ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, und die Domäne kann auf die Sperrliste gesetzt werden.
Die Regeln des Schweizer Geldspielgesetzes, die bei den beiden Veranstaltern gelten, sind hier nicht anwendbar.
FortuneJack: kein Schweizer Rückhalt
FortuneJack hat keine Schweizer Bewilligung. Es gilt, was für alle Anbieter ohne Bewilligung gilt: kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, kein Schweizer Rückhalt, eine Domäne, die blockiert werden kann.
Wer eine Lucky 31 über fünf Tipps bei einem solchen Anbieter spielt, tut das gänzlich auf dessen Bedingungen.
Coolzino: ohne Bewilligung, ohne Schweizer Aufsicht
Coolzino trägt keine Schweizer Bewilligung. Damit bleibt der Anbieter ohne Schweizer Aufsicht, ohne Anschluss an das Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsweg, und seine Domäne kann auf die Sperrliste gesetzt werden.
Wo die beiden Gruppen auseinandergehen
Wer sich auf die Suche nach einer Lucky 31 macht, trifft auf zwei sehr unterschiedliche Märkte. Im bewilligten Bereich gibt es zwei Adressen, ein festes Gebiet, eine geschlossene Liste erlaubter Sportarten und Wettarten, eine Altersgrenze und eine geprüfte Identität – und eine Marge in jeder der 31 Quoten. Bei den ausländischen Anbietern gibt es mehr Auswahl und mehr Spielarten; was fehlt, ist der Rückhalt. Keine der beiden Gruppen ist ohne Weiteres «die sichere Wahl», und beide haben ihren Preis.
Die Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel in der Schweiz ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Anbieter ohne Bewilligung sind deshalb kein Teil dieser Rangliste im Sinne einer Empfehlung, sondern eine Feststellung dessen, was ein Spielender vorfindet. Wer eine Lucky 31 spielen will, sollte wissen, unter welcher Regel er sie spielt – das ist der ganze Punkt.
Wie Sporttip und Jouez Sport bei Systemwetten arbeiten
Bei Sporttip gelten Mindesteinsatz und Höchsteinsatz getrennt für Einzel- und Kombinationswetten und für Systemwetten. Für eine Lucky 31 bedeutet das: Der Höchsteinsatz von CHF 10’000 bezieht sich auf die Systemwette als Ganzes, und der Mindesteinsatz von CHF 1 ist der Preis je Wette. Wer 31 Wetten aufsetzt, multipliziert ihn 31-mal. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Dazu kommt der Kombiboost, der bei Systemwetten greift, wenn mindestens vier Voraussagen eine Quote von je mindestens 1.50 tragen. Der Zuschlag auf den Nettogewinn staffelt sich nach der Zahl solcher Voraussagen: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn. Wer eine Lucky 31 mit fünf Auswahlen so aufsetzt, dass vier davon Quote 1.50 oder mehr haben, fällt in die unterste Stufe. Die Bedingung ist damit im Voraus prüfbar, und der Zuschlag wird nicht im Wettschein gutgeschrieben, sondern erst auf den Nettogewinn gerechnet.
Bei den Quotenboosts und Profitboosts liegen die Bedingungen enger. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Eine Lucky 31, die aus 31 Einzelwetten in verschiedenen Stufen besteht, ist von diesen Boosts nur am Rand berührt – ein Quotenboost auf eine einzelne Voraussage lässt sich in ein Paket einbauen, aber nicht auf das Paket anwenden.
Bei Jouez Sport ist die Systemwette über die Multiple-Regeln gefasst. Kombiwetten umfassen 2 bis 10 Voraussagen, die Mindestquote von 1.10 gilt für die Einzelquote oder die Gesamtquote, die Obergrenze von 100’000 ebenso. Ein Wettschein mit Multiples darf höchstens CHF 7’500 Einsatz tragen, und für alle Gewinne eines Multiples zusammen liegt die Grenze bei CHF 1’000’000. Der Mindesteinsatz für Multiples beträgt CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3.
Was der Cash-Out aus einem 31-Wetten-Zettel macht
Cash-Out ist keine Schweizer Regel, sondern eine Funktion des Veranstalters, und bei Sporttip ist sie genauer beschrieben als bei den meisten Angeboten. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.
Der Betrag selbst ist die zweite Hälfte der Nachricht: Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Wer eine Lucky 31 mit 31 Positionen hält, sieht sich also einem Mechanismus gegenüber, der nur komplett greift – nicht je Teilsatz. Der ganze Zettel oder keiner.
Für den Spielenden ergibt das eine eigentümliche Lage. Der Hauptvorteil einer Lucky 31 ist, dass ein einzelner Treffer noch etwas rettet. Der Cash-Out greift genau dann, wenn der Zettel ohnehin in einer guten Lage ist, und er zahlt weniger als das, was bei regulärem Ausgang möglich wäre. Der Preis für Sicherheit wird also dort fällig, wo Sicherheit am wenigsten gebraucht wird – und die Teilauszahlung, mit der man die guten Teile des Zettels halten und den Rest verkaufen könnte, gibt es bei Sporttip nicht. Bei einem Paket aus vielen Teilwetten ist das eine spürbare Einengung, und wer mit Cash-Out plant, plant mit einem Instrument, das sich nicht stückeln lässt.
Wer weiss, dass er in einem laufenden Spieltag eingreifen will, sollte das vor dem Aufsetzen des Zettels wissen. Ein kompletter Ausstieg aus 31 Wetten ist eine Entscheidung über den ganzen Einsatz; eine Einzelwette abzugeben und die günstige Gelegenheit danach zu beurteilen bleibt daneben der einfachere Weg.
Wie vier oder fünf Auswahlen richtig gesetzt werden
Die Zahl der Tipps ist nicht verhandelbar: Eine Lucky 31 braucht fünf Auswahlen. Wer vier hat, spielt eine Lucky 15 mit 15 Wetten, wer sechs hat, eine Lucky 63 mit 63 Wetten. Der Unterschied ist nicht nur die Menge, sondern die Form des Schutzes. Bei fünf Auswahlen trägt ein einziger Fehltipp noch vier lebende Wetten. Bei sechs Auswahlen sind es fünf, aber der Umsatz steigt auf 63 Einheiten.
Für das Setzen heisst das, den Betrag vor der Auswahl festzulegen. Wer CHF 50 für den ganzen Zettel vorgesehen hat, teilt durch 31 und landet knapp über CHF 1.60 je Wette – bei Sporttip zulässig, bei Jouez Sport über dem Mindesteinsatz. Wer mit dem Mindestsatz arbeitet, sollte vorher ausrechnen, wie viele Zettel dieser Art er sich an einem Abend erlaubt.
Die Auswahl der Tipps folgt aus der Form. Fünf Favoriten mit Quoten um 1.20 sorgen dafür, dass der Gewinn aus den kleinen Stufen den Umsatz nicht deckt, solange nicht fast alles aufgeht. Zwei bis drei Aussenseiter mit Quoten um 3.00 verändern das Bild: Ein einziger Treffer kann dann einen erheblichen Teil des Umsatzes zurückholen. Die Sorte ist also nicht für eine Meinung über einen einzigen Tipp gebaut, sondern für eine Meinung über ein Wochenende.
Und ein letzter Punkt, der in der Praxis am häufigsten übersehen wird: Alle 31 Wetten stehen auf demselben Wettschein. Eine nachträgliche Änderung an einem einzigen Tipp verändert die Mechanik des ganzen Pakets, weil jede Stufe, in der diese Auswahl steckt, neu gerechnet wird.
Die geprüfte Sorte im Vergleich zu anderen Systemen
Die Lucky-Systeme unterscheiden sich in der Zahl der Auswahlen und der Wetten, nicht in ihrer Art. Eine Lucky 31 umfasst eine Auswahl mehr als die Lucky 15 mit 4 Auswahlen und 15 Wetten und eine weniger als die Lucky 63 mit 6 Auswahlen und 63 Wetten. Die beiden anderen sind derselbe Bauplan mit mehr oder weniger Teilen.
| Sorte | Auswahlen | Wetten je CHF 1 Teileinsatz | Höchste Einsatzstufe |
|---|---|---|---|
| Lucky 15 | 4 | 15 | Vierfachwette |
| Lucky 31 | 5 | 31 | Fünffachwette |
| Lucky 63 | 6 | 63 | Sechsfachwette |
Die Tabelle lässt sich als Preisliste lesen. Für einen zusätzlichen Tipp steigt der Umsatz von CHF 15 auf CHF 31, also um mehr als das Doppelte, und von CHF 31 auf CHF 63 nochmals um das Doppelte. Der Sprung entsteht, weil mit jeder zusätzlichen Auswahl nicht nur eine weitere Einzelwette dazukommt, sondern eine ganze neue Ebene von Kombinationen. Wer fünf gute Tipps hat, für den ist die Lucky 31 die richtige Sorte; wer fünf mittelmässige Tipps hat, verschiebt mit der fünften Auswahl nur die Kosten nach oben. In der Praxis passiert genau das: Die fünfte Auswahl wird nicht gewählt, weil sie überzeugt, sondern weil sie die Sorte vervollständigt.
Zwischen diesen Systemen und einer einfachen Kombiwette liegt der eigentliche Entscheid. Die Kombi aus fünf Tipps kostet CHF 1 und verlangt fünf Treffer. Die Lucky 31 kostet CHF 31 und verlangt einen. Wer nicht sagen kann, welcher seiner fünf Tipps der wackeligste ist, sollte die Kombi spielen und die CHF 30 behalten.
Worin sich die Sorte von anderen Wettarten unterscheidet
Die Lucky 31 gehört zur Familie der System- oder Full-Cover-Wetten, und ihr nächstes Gegenstück ist die Kombiwette. Bei einer Kombi multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote; bei einer Lucky 31 gibt es keine Gesamtquote, sondern 31 einzelne Preise, die alle mit demselben Teileinsatz bedient werden. Der Unterschied in der Auszahlung ist deshalb nicht nur eine Zahl, sondern eine Richtung: Die Kombi zahlt viel, wenn alles aufgeht, und nichts, wenn ein Tipp fehlt. Die Lucky 31 zahlt weniger, wenn alles aufgeht, und etwas, wenn fast alles fehlt.
Was dabei häufig falsch dargestellt wird, ist die Rolle der Absicherung. Die kleinen Stufen einer Lucky 31 sind kein Freifahrtschein, sondern ein Rückfluss. Sie machen aus einem Zettel mit einem Fehltipp noch keinen Gewinn; sie machen aus einem aussichtslosen Zettel einen weniger aussichtslosen. Wer die Sorte wählt, weil «man immer etwas zurückbekommt», hat die Rechnung noch nicht gemacht: Bei einer Quote von 1.50 auf eine einzelne Auswahl liegt der mögliche Rückfluss aus einer Einzelwette bei CHF 1.50, bei einem Umsatz von CHF 31. Von einer Absicherung ist das weit entfernt.
Der praktische Kern ist ein anderer: Die Lucky 31 belohnt Tipps mit höheren Quoten. Je höher die mittlere Quote der Auswahlen, desto eher trägt eine der kleinen Stufen die Kosten des ganzen Zettels. Deshalb wird die Sorte für fünf Favoriten nie sinnvoll, während sie für ein Feld aus mittleren Quoten gut gebaut ist. Es gibt keinen Trick, der diese Eigenschaft ändert.
Wo die Regeln für Systemwetten an ihre Grenzen stossen
Zwei Punkte sind derzeit offen, und beide sind praktisch relevant. Für virtuelle Sportarten ist keine Bewertung unter dem Schweizer Rahmen festgehalten; dazu lässt sich nichts sagen. Esport kommt in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten nicht vor, und damit ist er nicht Teil des bewilligten Angebots.
Was dagegen klar geregelt ist: Bei den beiden bewilligten Veranstaltern ist die Abwicklung von Systemwetten ausdrücklich vorgesehen und mit einer eigenen Limite hinterlegt, bei Sporttip mit CHF 10’000 je Systemwette, bei Jouez Sport über die Regeln für Multiple-Wettscheine. Wer eine Lucky 31 in der Schweiz spielt, tut das in einem Rahmen, der diese Sorte kennt.
Ob sich eine Lucky 31 rechnet: der Kostenpunkt und wo die Grenze liegt
Zwei Rechnungen gehören zu dieser Sorte, und beide führen in dieselbe Richtung. Die erste ist die Auszahlungsquote: Bei drei Beispielquoten von 2.10, 3.40 und 3.60 beträgt die Auszahlungsquote rund 95,4 %, die Marge also knapp unter fünf Prozent des Einsatzes auf diesem einen Markt. Die zweite ist der Umsatz: Wer die 31 Wetten mit dem Mindesteinsatz von CHF 1 bei Sporttip spielt, setzt CHF 31 um, und die darin liegende Marge liegt in der Grössenordnung von CHF 1.40 – eine statistische Schätzung über viele Wetten auf diesem Markt und unter der Annahme, dass nur die fünf Auswahlen des Beispiels gespielt werden, nicht ein Verlust, den ein einzelner Zettel auslöst.
Was diese beiden Zahlen zusammen sagen, ist nicht, dass die Sorte teuer wäre, sondern dass sie gross ist. Ein Paket aus 31 Wetten bewegt den einunddreissigfachen Betrag eines Einzeltipps, und die Marge wird auf diesem Betrag fällig. Wer die Sorte mit CHF 1 je Wette spielt, merkt davon wenig. Wer sie mit CHF 10 je Wette spielt, hat CHF 310 bewegt, und dann ist die Zahl der Tipps, die tatsächlich aufgehen, die entscheidende Grösse und nicht die Marge.
Der Test ist deshalb einfach. Wer die Wahrscheinlichkeiten seiner fünf Tipps nicht so einschätzen kann, dass mindestens drei davon wahrscheinlich aufgehen, für den sind 31 Wetten die falsche Bauform – die kleinen Stufen retten dann nichts, sie verwässern nur. Wer die Absicherung will und den Betrag klein hält, für den ist die Sorte sauber konstruiert, der Rechenschlüssel klar und der Mindesteinsatz in der Schweiz niedrig genug, um es auszuprobieren.
Wer diese Seite liest, weil er einen Zettel aufsetzen will, hat alles, was er braucht: die Zahl der Wetten, den Mindestbetrag je Wette in beiden Gebieten, die steuerliche Behandlung eines Gewinns und die Namen derer, die eine Bewilligung haben.
Häufige Fragen zur Lucky 31
Was ist eine Lucky 31 Wette, und wie viele Auswahlen braucht sie?
Sie ist eine Systemwette auf fünf Auswahlen, die alle Kombinationen dieser fünf Tipps abdeckt. Wer fünf Tipps abgibt, spielt 31 Wetten. Jede einzelne richtige Voraussage bringt bereits eine Auszahlung, und der Einsatz wird mit dem gleichen Teiltbetrag auf alle 31 Wetten gesetzt.
Wie verteilen sich die 31 Wetten auf Einzelwetten, Doppel, Dreier, Vierfach- und Fünffachwette?
Auf fünf Einzelwetten, zehn Doppelwetten, zehn Dreierwetten, fünf Vierfachwetten und eine Fünffachwette. Die Summe ergibt 31 und folgt der Kombinatorik: Fünf Elemente lassen sich auf genau zehn Arten kombinieren; deshalb steht die Zehn bei den Dreiern und noch einmal bei den Doppeln.
Worin unterscheiden sich Lucky 15, Lucky 31 und Lucky 63?
In der Zahl der Auswahlen und damit der Wetten. Die Lucky 15 hat vier Auswahlen und 15 Wetten, die Lucky 31 hat fünf Auswahlen und 31 Wetten, die Lucky 63 hat sechs Auswahlen und 63 Wetten. Der Umsatz verdoppelt sich dabei jeweils, weil eine neue Auswahl eine ganze Ebene zusätzlicher Kombinationen mitbringt.
Wie lässt sich der Gesamteinsatz einer Lucky 31 berechnen?
Indem man den Teileinsatz mit 31 multipliziert. Bei CHF 1 je Wette ergibt das CHF 31, bei CHF 2 je Wette CHF 62, bei CHF 10 je Wette CHF 310. Der Mindesteinsatz gilt je Wette und nicht für den Wettschein; wer bei Jouez Sport online CHF 2 je Wette vorsieht, liegt deshalb bei CHF 62 Gesamtumsatz.
Welche Einsatzgrenzen gelten bei Jouez Sport?
Online CHF 2 je Wette, in Verkaufsstellen CHF 3 und CHF 2 für Multiples; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Dazu kommt eine Mindestquote von 1.10 für die Einzel- oder Gesamtquote.
Was bedeutet die Marge im Preis jeder Quote für ein Paket aus vielen Wetten?
Dass der Preiszuschlag des Marktes auf jeder der 31 Positionen sitzt. Bei einer Auszahlungsquote von rund 95,4 % eines Beispielmarktes liegt die Marge knapp unter fünf Prozent des Einsatzes. Bei einem Umsatz von CHF 31 ist der statistische Durchschnittsbetrag daraus etwa CHF 1.40 – über viele Wetten gerechnet, nicht für einen einzelnen Zettel.
Wettarten – eishockeytipps.com
Inhalt erstellt vom Team «eishockeytipps.com»
