Esports-Wetten in der Schweiz: zehn Plattformen im Vergleich, keine davon mit Bewilligung

Updated Oktober 2026
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Unter der Zeile, die man beim Namen nennt: Der Stand dieses Vergleichs ist der 29. Oktober 2026, geprüft gegen die Sperrliste und die Sportartenliste der Gespa sowie die Spielregeln und Teilnahmebedingungen der beiden bewilligten Veranstalter.

Eine grosse leere Arena mit Bühne und blauem Licht von weitem gesehen, Stuhlreihen liegen im Dunkeln
Der Esports World Cup fand 2024 erstmals in Riad (Saudi-Arabien) statt; das Preisgeld lag 2024 bei 62,5 Millionen und 2025 bei 71,5 Millionen US-Dollar.

Wer in der Schweiz auf ein Videospielturnier setzen will, landet früher oder später bei einem Anbieter, der hier keine Bewilligung hat. Das ist keine Panne und kein Versehen eines einzelnen Buchmachers. Es ist die logische Folge eines Systems, das Wetten auf eine geschlossene Liste von Sportarten und Wettarten beschränkt — und in der E-Sport nicht vorkommt.

Damit ist die Frage dieses Vergleichs schon gestellt. Sie lautet nicht, welcher Buchmacher die beste Quote auf ein League-of-Legends-Match stellt. Sie lautet, welche Wege einem Spielenden in der Schweiz überhaupt offenstehen, was jeder davon kostet und für wen er taugt. Es gibt zwei saubere Wege und einen dritten, der bequem aussieht und keinen Schutz mitbringt.

Der erste Weg führt über Swisslos mit dem Produkt Sporttip, aber nur für Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet. Der zweite über die Loterie Romande mit Jouez Sport, aber nur für die sechs Westschweizer Kantone. Der dritte führt zu den zehn Plattformen, die im Vergleich unten stehen — alle ohne Schweizer Bewilligung. Wer auf E-Sport setzen will, ist auf dem dritten Weg. Das ist der Kern der Sache, und es lohnt sich, ihn auszubreiten statt wegzuformulieren.

Zwei Veranstalter, ein geschlossener Katalog: was in der Schweiz erlaubt ist

Die Schweiz hat die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Der eine ist Swisslos, die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, die ihre Sportwetten unter dem Namen Sporttip führt und sich dabei auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 stützt. Der andere ist die Loterie Romande mit ihrem Produkt Jouez Sport, die für die sechs Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura veranstaltet, 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz zählt und 221 Mitarbeitende beschäftigt.

Ein leerer Sitzsack steht in einem Zimmer mit Dachfenster, Abendlicht fällt auf den Holzboden
Die League-of-Legends-Weltmeisterschaft fand 2011 erstmals in Jönköping mit acht Teams und rund 100'000 US-Dollar Preisgeld statt.

Das sind nicht zwei Anbieter in einem Markt mit vielen. Es sind zwei Anbieter in einem Markt mit keinem weiteren. Wer beim Online-Vergleich nach einem dritten bewilligten Namen sucht, sucht vergeblich, denn es gibt keinen — dies ist die direkte Folge der geltenden Regulierung.

Beide Häuser bedienen ihr eigenes Gebiet, und das ist wörtlich zu nehmen. Sporttip läuft im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Jouez Sport läuft in den sechs Westschweizer Kantonen. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus und in der Praxis Wohnsitz im Gebiet des jeweiligen Veranstalters.

Spielende sind ab 18 Jahren zugelassen, Minderjährige sind von der Onlineteilnahme ausgeschlossen. Bei der Registrierung werden die Daten aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Für die Bewilligung braucht es nach dem Geldspielgesetz eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung je Spiel, und diese Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Beaufsichtigt wird das Ganze von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern — nicht von der ESBK, die nur die Casinos im Blick hat.

Der Katalog dessen, worauf gewettet werden darf, ist ebenfalls geschlossen. Zugelassen sind Sportwetten auf Sportanlässe, nichts anderes: Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der Fassung vom 10.09.2026. Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettkämpfe nur, wenn sie dort stehen, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet — und nie Wetten auf Trainingsläufe. Anlässe, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.

Esport wetten verboten? Was die Gespa-Liste zeigt und was daraus folgt

Die Liste zeigt weder Corner- noch Kartenmärkte. Sie zeigt auch keinen Abschnitt für E-Sport. Wer die Frage «Esport wetten verboten?» mit Ja oder Nein beantworten will, muss zwei Dinge auseinanderhalten, die in den Suchanfragen regelmässig verschwimmen.

Ein schmaler Wanderweg führt am Seeufer entlang, auf einem Stein liegt ein Smartphone mit dunklem Display
The International, das Dota-2-Turnier von Valve, wurde 2011 erstmals im Rahmen der Gamescom in Köln ausgetragen.

Das Erste: Die beiden Schweizer Veranstalter dürfen Esports nicht anbieten, weil E-Sport nicht zu ihren zugelassenen Wettarten gehört. Nicht ein Verbot für den Spielenden, sondern eine Grenze für den Veranstalter. Das Zweite: In der Schweiz gibt es keine bewilligten Esport-Anbieter, weil es keine weiteren bewilligten Anbieter gibt. Wer auf League of Legends, Counter-Strike, Dota 2 oder FIFA setzen will, kann das bei den beiden Veranstaltern also nicht — nicht aus einer Ermessensentscheidung heraus, sondern weil der Gegenstand nicht auf der Liste steht.

Esports selbst ist der organisierte Wettkampf mit Computerspielen, meist im Mehrspielermodus des jeweiligen Spiels. Die Regeln ergeben sich aus der Spielsoftware und dem Reglement des Veranstalters. Ein offizieller globaler E-Sport-Weltverband existiert nicht, weshalb mehrere Veranstalter ihre Turniere als «Weltmeisterschaft» bezeichnen, ohne dass eine Instanz darüber wacht, wer diesen Titel führen darf. Für einen Wettenden ist das eine praktische Information: Es gibt keine einheitliche Aufsicht über den Sport, auf den er setzt, und erst recht keine über den Buchmacher, der ihn bepreist.

Daraus folgt der ganze Vergleich. Die zehn im Abschnitt «Die Plattformen ohne Schweizer Bewilligung» aufgeführten Plattformen sind für den Schweizer Markt nicht zugelassen. Ihre Domains können von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt werden, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS-Sperre umsetzen. Wer ein gesperrtes Angebot erreichen will, findet innerhalb von Stunden eine Ersatzadresse — das sogenannte Domain-Hopping, das die Gespa selbst beschreibt und bei dem sie Interwetten und Bet-at-Home nennt und bet365 als auf der Liste stehend führt. Die Sperrliste wurde erstmals am 3. September 2019 veröffentlicht und umfasste Ende 2025 insgesamt 671 Domains.

Eine ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Kraft. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat und wird mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet, bei gewerbsmässigem Betrieb mit bis zu fünf Jahren. Der Spielende wird nicht bestraft. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und weder Schutz noch Fairplay-Kontrolle existieren. Das ist keine Drohkulisse, sondern die schlichte Beschreibung dessen, was man mit einer Wette bei einem Anbieter ohne Bewilligung kauft: das Spiel ohne das Netz darunter.

Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz — und was das für den Spielenden heisst

Bewilligungen sind hier gebietgebunden. Ein Veranstalter mit Schweizer Bewilligung darf in der Schweiz veranstalten und nur in der Schweiz. Ein Veranstalter ohne Schweizer Bewilligung darf nach seinen eigenen Hausregeln arbeiten, und die sind nicht die Schweizer Regeln.

Für den Spielenden bedeutet das drei Dinge, die man nicht nachträglich reparieren kann. Erstens: kein Anschluss an das schweizerische Sperrregister. Wer sich bei einem bewilligten Veranstalter sperren lässt, bleibt gesperrt — bei einem ausländischen Anbieter greift diese Sperre nicht. Zweitens: kein schweizerischer Rechtsweg, wenn eine Auszahlung ausbleibt oder eine Wette strittig wird. Drittens: eine Steuerfolge, die man erst merkt, wenn man sie merkt. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis etwa des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe.

Umgekehrt gilt für den bewilligten Weg: der volle Schweizer Schutz, aber auch ein geschlossener Katalog, eine Wohnsitzvoraussetzung, eine Identitätsprüfung und kein E-Sport. Wer das eine gegen das andere abwägt, sollte den Katalog nicht unterschätzen. Ein bewilligter Veranstalter gibt einem nicht weniger Sport — er gibt einem einen anderen.

Limiten, Pausen, Sperren: der Schutz, den man nur innen bekommt

Die Limiten setzt der Spielende selbst, nicht der Staat. Das ist der zentrale Unterschied zu Ländern, in denen ein Gesetz die Einzahlung deckelt. Der Veranstalter muss nach der Verordnung zum Geldspielgesetz einen oder mehrere Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste verlangen. Die Schweiz kennt keine gesetzlich festgeschriebene Einzahlungslimite — dafür aber eine Limite, die vor der ersten Teilnahme gesetzt werden muss und nicht einfach wieder verschwindet.

Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Die 72 Stunden sind die interessanteste Zahl in diesem Abschnitt. Gesetzlich ist bei einer Erhöhung eine Frist von 24 Stunden vorgesehen; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Ein kürzeres Fenster wäre für den Spielenden günstiger, weil es die Sperre gegen den eigenen Impuls kürzer macht. Dass die beiden Veranstalter über das gesetzliche Minimum hinausgehen, kostet den, der die Limite erhöhen will, drei Tage Bedenkzeit — und genau dafür ist die Regel gebaut.

Neben den Limiten steht die Spielsperre. Über das Sperrregister erfasst die Schweiz Menschen, die überschuldet oder spielsuchtgefährdet sind, und ebenso solche, die sich selbst sperren. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden; eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Zwei Regeln, die man nicht genug betonen kann, weil sie beide in der Praxis durchfallen. Erstens: Wer gesperrt ist, spielt nicht — und wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, ist für dieses Angebot gar nicht gesperrt. Zweitens: Die Kontrolle an den Verkaufspunkten ist nicht das Bollwerk, für das sie gehalten wird. Testkäufe der Gespa aus dem Jahr 2025 ergaben, dass an Verkaufsstellen in 200 Fällen bei 47,5 % der Versuche eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft wurde. Wer daraus schliesst, der Jugendschutz an den Verkaufsstellen sei streng, hat die Zahl verkehrt herum gelesen.

Ein Spielerkonto, ein Name: warum Auszahlungen nicht anonym laufen

Ein Konto pro Spielendem, mit verifizierter Identität. Anonyme Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwetten-Angebot nicht, weil Gewinne und Guthaben nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausbezahlt werden. Eine Kreditvergabe an Spielende ist ebenfalls ausgeschlossen.

Für den Spielenden heisst das: Auszahlung auf das eigene Konto, nicht an eine Adresse nach Wahl. Das ist unbequemer als ein Wallet irgendwo und schützt genau in dem Moment, in dem man keine Lust auf Bequemlichkeit hat. Wer ein fremdes Konto angibt, verstösst gegen die Konto-Bedingungen und riskiert genau die Auszahlung, auf die er wartet.

Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen. Und was es in der Schweiz nicht gibt: ein Zahlungsblocking gegen unerlaubte Wettseiten. Kein Bankinstitut und kein Kartensystem blockiert solche Zahlungen — die Sperre läuft über die DNS-Sperre der Telekommunikationsanbieter, nicht über das Konto.

Was E-Sport auf dem Spielplan zeigt — und was davon auf Schweizer Wettscheinen fehlt

Der E-Sport-Kalender ist voll und gut dokumentiert. Er hat eine eigene Saisonlogik, eigene Grossereignisse und eigenes Preisgeld. Auf Schweizer Wettscheinen taucht davon nichts auf, aber wer sich dafür entscheidet, auf ausländischen Plattformen zu setzen, sollte wissen, über was dort eigentlich abgerechnet wird.

Die grossen Serien laufen in einem Grundmuster, das sich durch fast alle Titel zieht: eine Gruppenphase, danach das Hauptturnier im K.-o.-System bis zum Finale. Wie die Gruppenphase gespielt wird, unterscheidet sich je Serie, und die Unterschiede entscheiden darüber, wie ein Markt abzurechnen ist.

The International, das Dota-2-Turnier von Valve, wurde 2011 erstmals im Rahmen der Gamescom in Köln ausgetragen. Gespielt wird eine Gruppenphase im Round-Robin-Modus, danach ein Hauptturnier im Double-Elimination-Format. Das Preisgeld stammt seit 2013 überwiegend aus dem Kompendium im Spiel, also aus dem, was die Spielergemeinde selbst einzahlt. Den Rekord hält The International 2021 in Bukarest mit 40 Millionen US-Dollar. Gewinner waren 2023 Team Spirit mit 3:0 gegen Gaimin Gladiators, 2024 Team Liquid mit 3:0 gegen Gaimin Gladiators in Kopenhagen und 2025 Team Falcons mit 3:2 gegen Xtreme Gaming in Hamburg.

Dieses Kompendium-Modell ist mehr als eine Anekdote. Es heisst, dass Preisgeld und Turnierformat nicht von einem Verband gesetzt werden, sondern aus einem Spiel-Ökosystem kommen, das sich nach eigenen Regeln verändert. Wer Märkte auf ein solches Turnier bepreist, hat keinen Dachverband, der Streitigkeiten entscheidet, und keinen Verband, der eine Rangliste schützt.

Die Counter-Strike-Majors werden von Valve gesponsert. Das erste fand 2013 als DreamHack Winter in Jönköping statt, mit 250’000 US-Dollar Preisgeld; Sieger war Fnatic. Seit Februar 2016 beträgt das feste Preisgeld 1’000’000 US-Dollar. Seit 2025 spielen 32 Teams mit, die Gruppenphase läuft im Swiss-System, die Playoffs mit 8 Teams im K.-o.-System im Modus Best of three, das Finale seit Budapest 2025 im Modus Best of five. Den Major Budapest 2025 gewann Team Vitality mit 3:1 gegen FaZe Clan; Rekordsieger ist Astralis mit vier Titeln.

Der Esports World Cup fand 2024 erstmals in Riad in Saudi-Arabien statt, ausgerichtet von der Esports World Cup Foundation. Das Preisgeld lag 2024 bei 62,5 Millionen und 2025 bei 71,5 Millionen US-Dollar. Diese Summe macht aus einem Turnier ein Ereignis, das Aufmerksamkeit von Leuten bekommt, die vorher kein Dota 2 geschaut haben — was wiederum Quoten in Bewegung bringt.

Die League-of-Legends-Weltmeisterschaft von Riot Games ist die älteste dieser Serien und die beste Illustration, wie jung das alles ist. 2011 fand sie erstmals im Rahmen der DreamHack in Jönköping statt, mit acht Teams und rund 100’000 US-Dollar Preisgeld. 2025 nahmen 17 Teams bei einem Preisgeld von 5 Millionen US-Dollar teil. Gewonnen hat T1 2024 mit 3:2 gegen Bilibili Gaming und 2025 mit 3:2 gegen KT Rolster; mit sechs Titeln ist T1, früher SK Telecom T1, Rekordsieger.

Vierzehn Jahre zwischen acht Teams und rund 100’000 US-Dollar sowie 17 Teams und 5 Millionen US-Dollar. Wer über Quoten auf solche Serien redet, redet über ein Ökosystem, das in einem für Sportverhältnisse absurd kurzen Zeitraum von einer DreamHack-Halle in Jönköping zu einem Veranstaltungsort in Hamburg gewachsen ist. Dass keine Schweizer Behörde darüber wacht, welcher dieser Titel eine «Weltmeisterschaft» heissen darf, ist in diesem Licht nicht überraschend. Es ist eine Branche, in der die Struktur der Vermarktung hinterherläuft.

Form und Kartenpool: woraus überhaupt ein Tipp entsteht

Wer über einen E-Sport-Tipp spricht, spricht in Wahrheit über drei Dinge, die man auseinanderhalten muss, weil zwei davon nichts mit diesem Spiel zu tun haben.

Das Erste ist die Form — nicht «wer ist besser», sondern wie ein Team in den letzten Wochen aufgetreten ist. Das Zweite ist der Kartenpool: Ein Titel wie Counter-Strike oder Dota 2 wird nicht auf einem Feld gespielt, sondern auf einer Auswahl von Maps, und Teams unterscheiden sich darin, welche Maps sie beherrschen. In einem Best-of-three kann eine einzige schwache Map eine Serie entscheiden, obwohl das Team über drei Maps die bessere Bilanz hat. Das Dritte ist die Quote selbst, und sie ist die einzige Information, die der Buchmacher überhaupt einbringt.

Daraus folgt der Kern jeder Einschätzung: Die Quote ist kein Angebot, sondern ein Urteil, und der Buchmacher hat es mit einer Sicherheitsmarge gesprochen. Ein Kartenpool, den nur eine Seite beherrscht, verschiebt die Chancen stärker als die Form — und wenn die Quote das nicht spiegelt, ist das eine Beobachtung, keine Wette. Wer einen Tipp darauf baut, dass die Quote falsch liegt, muss erklären, woher er das weiss. Meistens weiss er es nicht.

Und dann kommt der Punkt, den jede Tipp-Seite gern überspringt: Wetten sind kein Einkommen. Ein einzelnes Ergebnis kennt niemand, bevor es gespielt ist, und ein System, das angeblich gewinnt, ist eine Behauptung über die Zukunft. Wer das Gegenteil erzählt, verkauft etwas.

Gratiswette, «risikofrei», 100 % Bonus: was hinter einem Wettbonus steckt

Die Mechanik von Bonus- und Gratiswettenangeboten ist in drei Sätzen erklärt und in drei Wochen nicht wieder aus dem Kopf zu bekommen. Die Gratiswette ist der Marktstandard: Man bekommt einen Einsatz geschenkt, und wenn die Wette gewinnt, zahlt der Buchmacher den Gewinn aus — aber nicht den Gratiswetten-Einsatz zurück. Bei einer Gratiswette von CHF 10 auf Quote 2.00 landet also ein Gewinn von CHF 10 auf dem Konto, nicht CHF 20. Der Grundeinsatz gehörte einem nie, und der Buchmacher gibt ihn nicht mit.

Daneben gibt es Cash-Boni, Preisaufbesserungen, Kombiwetten-Versicherungen und Cashback-Aktionen. Jede dieser Formen hat eine andere Ökonomie, und wer sie in einen Topf wirft, vergleicht Äpfel mit Quoten. Ein Cash-Bonus und eine Gratiswette sind nicht dasselbe, auch wenn beide als «Gratisguthaben» auftreten. Bei Sporttip heisst das gesetzliche Gratisspielguthaben so und ist etwas anderes als die marktübliche Gratiswette — und ein Gratisspielguthaben braucht nach dem Geldspielgesetz die vorgängige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 hat die Gespa 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Das ist keine Nebensache: Es zeigt, wie eng der bewilligte Weg selbst dort ist, wo er etwas schenkt.

Die Bewertung eines Bonus ist eine Rechnung, die fast keiner macht. Nehmen wir eine Gratiswette über CHF 10 auf einen Markt mit zwei Ausgängen zu je Quote 1.90 — ein illustratives Beispiel, kein quotierter Preis. Die Auszahlungsquote dieses Marktes liegt bei 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90), also bei rund 95 %, und die Marge des Buchmachers damit bei rund 5 %. Der Wert der Gratiswette ergibt sich aus dem Gratisbetrag, dem Quotenanteil und dieser Auszahlungsquote: rund CHF 10 × (1,90 − 1) ÷ 1,90 × 0,95, also etwa CHF 4.50. Aus CHF 10 «Gratisgeld» werden also, über viele Wetten desselben Typs gerechnet, ungefähr CHF 4.50 an durchschnittlichem Wert. Das ist das Ergebnis einer statistischen Schätzung, kein Gewinnversprechen: Bei einer einzelnen Wette gewinnt man den vollen Betrag oder nichts.

Der entscheidende Punkt daran: Der Buchmacher muss nichts zurücknehmen. Er gibt die Gratiswette aus, und die Marge arbeitet in seinem Sinn, weil der Einsatz nicht zurückfliesst. Eine «risikofreie» Wette, die als Gratiswette ausbezahlt wird, ist entsprechend nicht risikofrei im Wortsinn — sie ist eine Gratiswette mit einem Werbeetikett.

Wer den Wert einer Gratiswette selbst nachrechnen will, braucht zwei Zahlen: die Quote des Marktes und die Auszahlungsquote dieses Marktes. Die zweite bekommt man aus den Quoten aller Ausgänge, nicht aus der eigenen Wette allein.

Umsatzbedingungen: die Bedingung, die man beim Lesen überspringt

Wo ein Angebot nicht eine Gratiswette, sondern ein Bonusguthaben ist, tritt an die Stelle des geschenkten Einsatzes eine Bedingung. Man muss eine bestimmte Summe umsetzen, bevor man sich das Guthaben oder die daraus entstandenen Gewinne auszahlen lassen kann. Erst aus dem Zusammenspiel von Bonusbasis, Umsatzfaktor und Mindestquote entsteht die Grösse, über die man eigentlich reden müsste.

Diese drei Grössen sind für jeden Anbieter eigene Vertragsbedingungen, und keine davon gehört einer anderen Marke. Wer eine Bedingung bei einem Anbieter gelesen hat, kennt damit nur diesen Anbieter. Manche Bedingungen verlangen, dass nur Wetten ab einer Mindestquote zählen — wer darunter liegt, setzt den Betrag, ohne die Bedingung zu erfüllen. Andere begrenzen den Umsatz auf bestimmte Wettarten. Eine Limite, die nur läuft, solange ein Bonus abgearbeitet wird, ist keine Limite des Kontos, sondern eine des Bonus.

Ein Rechenbeispiel zeigt, wie eine Bedingung zu wirken beginnt. Man setze einen Bonus von CHF 50 mit einem Umsatzfaktor von 10 und einem Einsatz von CHF 2 pro Wette. Daraus ergibt sich ein erforderlicher Umsatz von CHF 500 und, bei diesem Einsatz, 250 Wetten. Das massgebliche Überraschungsmoment ist nicht die Wette, sondern die Zählung. Nicht die Wette mit der richtigen Quote zählt, sondern jede Wette auf einem zählenden Markt mit einer Mindestquote.

Und dann kommt die Zahl, die den ganzen Abschnitt zusammenfasst. Bei einer Marge von rund 5 % — dem Wert des illustrativen Marktes mit Quoten 1.90 / 1.90 — kostet ein Umsatz von CHF 500 im Durchschnitt rund CHF 25, selbst wenn man jede Wette nur auf die Marge hin betrachtet. Die Angebotsprämie deckt dies bei kleineren Boni kaum. Bei einem Bonusguthaben mit 10-fachem Umsatz und geringem Bonusbetrag bezahlt man genau diese Grösse aus eigener Tasche. Der Preis ist nicht der Einsatz, den man setzt und irgendwann zurückbekommt, sondern der Umsatz, den man verliert, weil die Marge unaufhörlich von jedem Einsatz abschöpft.

Das ist der Grund, warum die Grösse des Bonus die Höhe der Bedingung verrät. Ein grosser Bonus mit hohem Umsatzfaktor ist keine grosszügige Aktion, sondern eine Volumenverpflichtung. Wer nur die Zahl in der Werbung liest, liest die andere Hälfte nicht mit.

Unser Vergleich: zehn Plattformen, zwei Bewilligungen und was dazwischen nicht existiert

Die Prüfkriterien zuerst, weil ein Ranking nur so viel wert ist wie die Merkmale, an denen es misst. Bewilligungsstatus: liegt eine Schweizer Veranstalterbewilligung vor, oder keine. Sitz und Veranstalter: wer hinter der Plattform steht und wer gemeldet wird. Gebiet: wer im Vertragsgebiet bedient wird und wer nicht. Katalog: was die Veranstalterin nach der Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten überhaupt anbieten darf. Limiten und Spielerschutz: Verlustlimiten, Zugangssperren, die Einbindung ins Sperrregister, Auszahlung nur auf ein Konto im eigenen Namen. Marge: was der Buchmacher von jedem Einsatz behält, soweit sie sich aus einem quotierten Markt ableiten lässt — und genau da wird es still, weil für die ausländischen Plattformen keine quotierten Märkte mit Datum vorliegen.

Die letzte Kriteriengruppe ist die unbequemste, und man sollte ihr nicht ausweichen. Für die zwei bewilligten Häuser stehen Reglemente und Bedingungen, dort kann man Limiten und Auszahlungswege nachlesen. Für die ausländischen Plattformen steht in diesem Vergleich kein quotierter Markt, keine Marge und keine Auszahlungsfrist, weil keine Zahl dieser Art mit einem Datum belegt vorliegt. Das ist kein Versäumnis des Vergleichs, sondern eine Eigenschaft der Vergleichbarkeit: Ein Ranking, das Preise ohne Messung behauptet, ist eine Rangliste ohne Messung.

Und das ist die Erkenntnis, um die es hier geht. Ein Ranking von Seiten ohne Bewilligung kann keine Empfehlung sein. Es kann eine Übersicht sein — wer ist da, wer steht hinter dem Namen, welchen Status hat er im Schweizer Recht. Mehr hat man nicht in der Hand, und mehr behauptet der Vergleich nicht.

Plattform Bewilligung Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Schweizer Bewilligung (Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Aufsicht Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Schweizer Bewilligung (Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Aufsicht Gespa
Jackbit keine Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
Donbet keine Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
BDMBet keine Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
GG.BET keine Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
Bettilt keine Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
FortuneJack keine Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
Bahigo keine Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
BetFury keine Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt

Zwei Zeilen in dieser Übersicht sind Schweizer Recht, acht sind Marktbeobachtung. Wer die acht Zeilen liest, als wären sie ein Angebotsranking, liest die Tabelle falsch.

Die Marge, die in jeder Esport-Quote mitrechnet

Es gibt keine Esport-Quote, in der die Marge nicht steckt, und man kann sie ausrechnen. Nehmen wir einen Markt mit zwei Ausgängen zu je Quote 1.90 — ein illustratives Beispiel, kein quotierter Preis. Die Auszahlungsquote dieses Marktes liegt bei 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90), also bei rund 94,7 % bis 95 %. Die Marge des Buchmachers liegt damit bei rund 5 %. Anders gesagt: Von jedem CHF 1, der auf diesen Markt fliesst, bleibt etwa 5 Rappen beim Buchmacher, unabhängig davon, wer gewinnt.

Die Marge ist keine Gebühr, die auf dem Bildschirm auftaucht, und keine, die man vermeiden kann, indem man geschickt setzt. Sie ist im Preis enthalten, und der Preis ist die Quote. Wer eine 1.90 nimmt, hat die Marge schon akzeptiert, bevor er auf «platzieren» drückt.

Noch klarer wird das mit einem Vergleich. Bei grossen, liquiden Sportmärkten presst die Konkurrenz die Marge zusammen. Ein Fussballspiel, auf das Tausende setzen, verträgt eine dünne Marge, weil der Buchmacher wenig Risiko trägt. Bei einem Best-of-three auf einer weniger populären Map ist das Risiko grösser, ebenso die Marge. Und dann ist da noch der Unterschied zwischen genau dem Markt, von dem man spricht, und dem Mittelwert des Buchmachers. Wer den Wert einer Wette beurteilt, muss den Wert dieser einen Wette kennen, nicht eine Marge, die in einem anderen Markt gemessen wurde.

Daraus folgt für die praktische Entscheidung, dass die Marge kein Auswahlkriterium unter zehn Plattformen sein kann, solange sie nicht für mindestens eine gemessen wurde. Was ein Wettender selbst tun kann, ohne Zugang zu einem Messverfahren: die Marge über die Auszahlungsquote eines konkreten Marktes nachrechnen. Man holt die Quoten aller Ausgänge eines Marktes und setzt sie in 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ). Ein Handel mit drei Ausgängen zu je Quote 3.00 Anbieter ergibt eine Auszahlungsquote von 100 % und ist in der Praxis eine Warnung, kein Geschenk — denn daran wird der Anbieter seine Bedingungen ausrichten. Der Grösste von zwei Ausgängen mit Quote 2.00 und 1.80 ergibt 1 ÷ (0,50 + 0,556) = rund 94,7 %, also eine Marge von rund 5,3 %.

Der Testlauf dauert zwei Minuten. Wer eine Plattform nach der Marge beurteilen will, muss sie messen, und wer sie nicht messen kann, sollte sie nicht behaupten.

Die zwei bewilligten Häuser

Swisslos Sporttip: die einzige Sportwetten-Bewilligung für das Vertragsgebiet unter den verglichenen Namen

Das ist der Weg, den ein Spielender mit Wohnsitz in einem der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG oder ZH, im Kanton Tessin oder im Fürstentum Liechtenstein gehen kann. Swisslos darf Sportwetten veranstalten, weil sie eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach dem BGS (SR 935.51) besitzt und die Aufsicht über die Gespa läuft. Wer hier ein Konto eröffnet, verifiziert einmal seinen Ausweis, setzt einmal Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, hat damit das Sperrregister an der Seite und bekommt Auszahlungen ausschliesslich auf ein Konto im eigenen Namen.

Sporttip hat bei den Einsätzen nach oben eine niedrige Kante: Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; ausgeschlossen sind Personen unter 18 Jahren. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Die Regelwerk-Massnahmen betreffen die Abrechnung. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer zwei abhängige Märkte desselben Spiels kombiniert und dabei einen Preis erhält, der zu gut aussieht, um echt zu sein, hat damit die Erklärung. Kombinierte abhängige Ereignisse brauchen die Bet-Builder-Funktion, sonst riskiert man die Rückabwicklung.

Das Cash-Out ist hier ein eigenes Kapitel. Sporttip bietet es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; ausserdem muss Swisslos Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Ausstieg ist also kein Recht, sondern eine Option, die der Veranstalter gewährt, und der Preis dafür ist der Abschlag auf den möglichen Gewinn.

Die Sperre ist der schärfste Punkt im ganzen Haus. Wer sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperrt, kommt vor Fristablauf nicht zurück. Eine unbefristete Spielsperre landet im schweizweiten Register und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist unbequem für einen Spielenden, der eine schlechte Woche hat, und es ist genau der Zweck der Regel.

Das Urteil: Swisslos Sporttip ist der einzige Name im Vergleich, der einem Spielenden im Vertragsgebiet einen vollständigen rechtlichen und spielerischen Rahmen liefert — und der Bereich, in dem dieser Rahmen am härtesten zulangt, ist das Cash-Out. Der mögliche Gewinn und der angebotene Cash-Out-Betrag liegen auseinander, und diese Differenz ist der Preis für das Aussteigen. Wer die Funktion als Werkzeug benutzt und nicht als Rettungsseil, fährt gut mit ihr; wer sie als Absicherung gegen den eigenen Einsatz versteht, zahlt für eine Garantie, die nicht existiert.

Die Plattformen ohne Schweizer Bewilligung

Bei den folgenden acht Namen handelt es sich um ausländische Angebote ohne Schweizer Bewilligung. Sie stehen hier, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen, und sie werden an denselben Merkmalen gemessen, soweit diese Merkmale belegt sind. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist strafbar. Eine Empfehlung ist keiner dieser Einträge.

Jackbit: ein Bewilligungsstatus, der ausserhalb der Schweiz nichts bedeutet

Jackbit hat keine Schweizer Bewilligung, denn Sportwetten in der Schweiz dürfen nur Swisslos und die Loterie Romande anbieten. Eine gemeldete Bewilligung ist nicht festgestellt, und ohne Schweizer Bewilligung hat sie hier auch keine Kraft. Jackbit ist nicht an das schweizerische Sperrregister angebunden, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS gesperrt werden.

Wer dort spielt, spielt nach Hausregeln, die die Schweiz nicht anerkennt. Das ist nicht dasselbe, als ob ein Anbieter eine schlechte Bewilligung hätte: Es ist die Abwesenheit jeder Schweizer Kontrolle. Ein Mensch, der sich bei Jackbit selbst sperren lassen will, sperrt sich für Jackbit — nicht für den Markt.

Das Urteil: Bei Jackbit ist der Bewilligungsstatus dasjenige Merkmal, das die ganze Bewertung trägt, und er ist leer. Bewilligungen sind Anbieter-spezifisch, und keine Bewilligung bedeutet, dass der Spielende jedes Risiko trägt.

Donbet: Schweizer Spielende ausserhalb des schweizerischen Spielerschutzes

Bei Donbet liegt der Fall gleich: Der Anbieter verfügt über keine Schweizer Bewilligung; auch eine anderweitig gemeldete Lizenz besitzt in der Schweiz keine Rechtskraft. Ein Anschluss an das Sperrregister ist nicht vorhanden, ebenso wenig wie ein Schweizer Rechtsweg, weshalb die Aufnahme auf die Sperrliste der Gespa jederzeit möglich ist.

Im Unterschied zu Jackbit gibt es bei Donbet nichts, was die Bewertung verschieben würde. Es ist derselbe Status mit einem anderen Namen. Man kann zwei Plattformen nicht danach unterscheiden, welche ein besseres Preisniveau hätte, wenn zu keiner ein Preis vorliegt.

Das Urteil: Der Status von Donbet ist eine Kopie des Status von Jackbit — kein Schweizer Schutz. Wer nach einem Grund sucht, sich für Donbet statt für Jackbit zu entscheiden, muss ihn aus seinem eigenen Preisvergleich ziehen, nicht aus diesem Abschnitt.

BDMBet: gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz

BDMBet: keine Schweizer Bewilligung, eine gemeldete Bewilligung ist nicht festgestellt, und eine solche hätte in der Schweiz keine Geltung. Nicht mit dem Sperrregister verbunden, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Kandidat.

BDMBet tut also nichts, was das Gesetz verbietet — es veranstaltet nach dem Recht, unter dem es steht. Für einen Spielenden mit Wohnsitz in der Schweiz heisst das, dass die Verantwortung für die Abwicklung der Auszahlung bei ihm liegt und nicht bei einer Aufsichtsbehörde.

Urteil: BDMBet ist kein Sonderfall unter den acht und wird im Vergleich von ihnen nicht übertroffen. Wer den dritten Weg geht, sollte das als Entscheidung gegen den Schutz verstehen, nicht gegen den einen oder anderen Namen.

GG.BET: ein Name aus der E-Sport-Szene, dem die Schweizer Bewilligung fehlt

GG.BET hat keine Schweizer Bewilligung, eine gemeldete Bewilligung ist nicht festgestellt, keine Geltung dieser Bewilligung in der Schweiz. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Kandidat.

GG.BET ist ein Name, der in der E-Sport-Szene präsent ist. Präsenz in der Szene ist aber keine Aufsicht. Wer einen Anbieter nach der Häufigkeit seiner Logos auf einem Turnierstream bewertet, bewertet Marketingaufwand, nicht Sicherheit.

Urteil: Bei GG.BET entscheidet der Bewilligungsstatus über alles andere, weil es nichts Belegtes gibt, was ihn aufwiegen würde. Auftritte in der Szene sind ein Teil der Plattform, nicht der Schutz.

Bettilt: kein Bewilligungsstatus, kein Rechtsweg, kein Anschluss an das Register

Bettilt operiert ebenfalls ohne die notwendige Schweizer Bewilligung, und eine etwaig gemeldete Lizenz ist rechtlich nicht relevant. Es bestehen weder eine Anbindung an das Sperrregister noch eine Möglichkeit für Schweizer Kunden, rechtlich gegen den Anbieter vorzugehen, was die Domain zum Kandidaten für die Sperrliste macht.

Bettilt unterscheidet sich in dieser Beziehung nicht von den anderen acht. Auffällig ist, dass acht Plattformen denselben Status haben und alle mit einem Sitz ausserhalb der Schweiz. Das ist kein Muster von Zufällen, sondern das Bild eines Marktes, der die Schweizer Grenze ignoriert.

Urteil: Bei Bettilt ist die einzig relevante Feststellung, dass kein Bewilligungsstatus vorliegt. Wer sich dennoch dort anmeldet, sollte wissen, dass er die Kontrolle über den Rechtsweg abgibt, bevor er die erste Wette platziert.

FortuneJack: Selbst-Ausschluss, der die Schweizer Grenze nicht kennt

FortuneJack: keine Schweizer Bewilligung, gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, keine Kraft in der Schweiz. Nicht mit dem Sperrregister verbunden, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Kandidat.

Die Sperrliste ist der praktische Hebel, den Schweizer Behörden gegen solche Domains haben, und sie ist stumpf, weil eine gesperrte Domain innerhalb von Stunden ersetzt wird. Der Wettende merkt davon nichts, ausser dass er nie das Gefühl hat, es sei ihm etwas entzogen worden.

Urteil: Bei FortuneJack trägt der Bewilligungsstatus die Bewertung; die Sperrliste ändert daran nur, wie leicht man den Weg dorthin findet.

Bahigo: kein Bewilligungsstatus und kein Schweizer Netz darunter

Bahigo besitzt keine Schweizer Bewilligung und kann sich auch nicht auf eine anderweitige Lizenz berufen, da diese in der Schweiz nicht anerkannt wird. Mangels Anschluss an das Sperrregister oder Schweizer Rechtsweg steht die Domain potenziell auf der Sperrliste.

Bahigo ist eine Plattform, die nach eigenen Regeln arbeitet, und eigene Regeln sind nicht per se schlecht. Sie sind nur nicht überprüfbar für den, der keinen Zugang zu den Aufsichtsunterlagen hat — und der Schweizer Wettende hat ihn nicht.

Urteil: Bei Bahigo entscheidet der Bewilligungsstatus, und er ist in der Schweiz keiner. Wer wissen will, wie und ob ausgezahlt wird, muss es selbst herausfinden, bevor er setzt.

BetFury: gemeldete Bewilligung, die in der Schweiz nicht greift

BetFury: keine Schweizer Bewilligung, gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, keine Kraft in der Schweiz. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Kandidat.

Die acht Namen sind in diesem Punkt deckungsgleich. Wer sie unterscheiden will, muss es über etwas tun, was sich messen lässt — die Marge, das Auszahlungstempo, die Bedingungen. Gemessen wurde davon in diesem Vergleich nichts, weil keine Zahl dieser Art mit Datum vorliegt. Also bleibt die Unterscheidung eine Arbeit, die der Wettende vor dem ersten Einsatz selbst machen muss.

Urteil: Bei BetFury trägt der Bewilligungsstatus die Bewertung wie bei den anderen sieben. Wer sich für eine der acht Plattformen entscheidet, entscheidet sich für einen Weg, den die Schweiz nicht beaufsichtigt.

Rechnen vor dem Setzen: die Arbeit, die keiner abnimmt

Ein Esport-Markt lässt sich nachrechnen, und man sollte es tun, weil es zwei Minuten dauert. Man nimmt die Quoten aller Ausgänge eines Marktes, setzt sie in 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ) und erhält die Auszahlungsquote. Die Marge ist die Differenz zu 100 %. Bei einem Markt mit zwei Ausgängen zu je Quote 1.90 — dem durchgerechneten Beispiel dieser Seite — liegt die Auszahlungsquote bei rund 94,7 % bis 95 % und die Marge entsprechend bei rund 5 %. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Beine zu einem Gesamtpreis, und die Marge vervielfacht sich mit jedem Bein. Deshalb liegen Kombiwetten systematisch schlechter als Einzelwetten.

Dasselbe Prinzip gilt für jede Wette, die man platziert. Wer den Wert einer Wette beurteilen will, braucht den Preis des konkreten Marktes und die Auszahlungsquote dieses Marktes. Beides steht vor jedem Setzen zur Verfügung. Es ist die einzige Arbeit in diesem Geschäft, die eine Person ganz allein und ohne Fremddaten machen kann.

Und danach kommt die zweite Rechnung, die unbequemere. Wer einen Bonus in Anspruch nimmt, muss den Umsatz in Bezug zur Marge setzen, weil der Wert der Gratiswette kleiner ist, als sie aussieht. Bei einem Bonusguthaben mit 10-fachem Umsatz und einem Einsatz von CHF 2 pro Wette stehen 250 Wetten im Raum, und bei einer Marge von rund 5 % kostet der Umsatz von CHF 500 im Durchschnitt rund CHF 25. Dieses Ergebnis ist eine statistische Schätzung: eine durchschnittliche Erwartung über viele Wetten, kein garantiertes Resultat und kein Versprechen.

Das ist der ganze Punkt. Der Bewilligungsstatus sagt, ob man im Schweizer Netz steht. Die Marge sagt, was jeder Einsatz kostet, und die Nebenrechnungen sagen, was ein Bonus kostet. Wer sich nach diesen drei Grössen entscheidet, entscheidet nach Zahlen. Wer nach einem Bonus-Knopf entscheidet, entscheidet nach einem Knopf.

Häufige Fragen zu Online-Esport-Wetten in der Schweiz

Sind Esport-Wetten in der Schweiz erlaubt oder verboten?

Esport-Wetten stehen nicht auf der Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten der Gespa. Die beiden Schweizer Veranstalter Swisslos und Loterie Romande dürfen sie darum nicht anbieten. Der Spielende selbst wird nicht bestraft, aber die Angebote, auf denen er E-Sport findet, haben keine Schweizer Bewilligung und keine Schweizer Aufsicht.

Warum fehlt E-Sport auf der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Wettarten?

Die Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten ist eine geschlossene Aufzählung von Sportanlässen. Sie folgt der Interkantonalen Vereinbarung und dem Geldspielgesetz, nicht dem Marktinteresse. E-Sport ist darin nicht enthalten, weil er nicht aufgenommen wurde — und ohne Aufnahme darf ihn kein Schweizer Veranstalter bepreisen.

Wie funktioniert eine Gratiswette, und warum wird der Einsatz nicht mit dem Gewinn zurückbezahlt?

Bei einer Gratiswette setzt man einen Einsatz, den man nicht selbst eingezahlt hat. Gewinnt die Wette, zahlt der Anbieter nur den Gewinn aus, nicht den Einsatz zurück. Bei einer Gratiswette von CHF 10 auf Quote 2.00 landet also CHF 10 auf dem Konto, nicht CHF 20 — weshalb eine so ausbezahlte «risikofreie» Wette nicht risikofrei ist.

Wie baut sich ein E-Sport-Tipp aus Form und Quoten auf, und warum sind Wetten kein Einkommen?

Ein Tipp stützt sich auf die Form der Teams, den Kartenpool der Serie und die angebotene Quote. Die Quoten bringen die Marge mit, und die Marge arbeitet gegen den Spielenden. Ein einzelnes Ergebnis kennt niemand vorher; wer Wetten als Einkommensquelle darstellt, verspricht etwas, was er nicht liefern kann.

Warum werden Gewinne in der Schweiz nur auf ein Konto im eigenen Namen ausbezahlt?

Nach der Verordnung zum Geldspielgesetz werden Gewinne und Guthaben nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausbezahlt. Damit sollen Geldwäscherei und anonyme Zuflüsse verhindert werden. In der Praxis heisst das: Auszahlung auf das eigene Konto, und eine Kreditvergabe an Spielende ist ohnehin ausgeschlossen.

Was ist die Sperrliste der Gespa, und wie wirkt sie auf ausländische Wettseiten?

Die Gespa veröffentlicht eine Liste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS-Sperre blockieren. Sie wurde erstmals am 3. September 2019 veröffentlicht und umfasste Ende 2025 insgesamt 671 Domains. Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, ein Effekt, den die Gespa Domain-Hopping nennt.

Inhalt erstellt vom Team «eishockeytipps.com»