Livewetten in der Schweiz — was in der Partie passiert und was es kostet
Wer während eines Fussballspiels auf ein Tor setzen will, hat in der Schweiz genau zwei Adressen. Das ist die ganze Ausgangslage, und sie erklärt mehr über den Markt als jede Quotentabelle.

Stand: 29. Oktober 2026. Die Angaben zu Bewilligungen und Limiten wurden gegen die Gespa als interkantonale Geldspielaufsicht und gegen die veröffentlichten Spielregeln der beiden Veranstalter geprüft.
Livewetten in der Schweiz: was zwischen Anpfiff und Schlusspfiff auf dem Wettschein steht
Ein Ball rollt, ein Verteidiger rutscht aus, und innerhalb von zwanzig Sekunden steht eine neue Quote auf dem Bildschirm. Genau das ist der Reiz. Es ist aber auch der Moment, in dem die meisten Spielenden aufhören, den Wettschein zu lesen und anfangen, dem Spiel zu folgen.
Der Unterschied zwischen einem Tipp vor dem Spiel und einem während des Spiels
Vor dem Anpfiff steht die Quote still. Man vergleicht in Ruhe, legt den Wettschein beiseite, geht Kaffee holen. Während der Partie passiert das Gegenteil: Jede Torchance, jeder Eckball und jeder Wechsel verschiebt die Wahrscheinlichkeit, die der Veranstalter hinter einem Ergebnis sieht, und die Quote wandert mit. Wer live wettet, wettet nicht auf ein Spiel, sondern auf einen Zustand des Spiels.
In der Schweiz ist das erlaubt, aber nicht grenzenlos. Livewetten dürfen nur dort angeboten werden, wo Sportart, Wettbewerb und Wettart auf der behördlichen Liste stehen. Diese Liste ist geschlossen — und sie ist kürzer, als viele annehmen. Was darauf fehlt, verschwindet nicht durch ein anderes Gerät. Es verschwindet, weil es nicht bewilligt ist.
Bemerkenswert ist, dass die Liste weder Eckball- noch Kartenmärkte führt und keine Esport-Sektion enthält. Für einen Markt, der in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem aus Livewetten besteht, ist das eine nüchterne Nachricht: Die spektakulärsten Live-Märkte sind oft genau die, die es hier nicht gibt.
Zwei Veranstalter, zwei Wege zum Livewettschein
Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos betreibt Sporttip, die Loterie Romande betreibt Jouez Sport. Zusammen sind sie der gesamte bewilligte Schweizer Sportwettenmarkt — es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt.
Sporttip bietet Livewetten online an. Jouez Sport verkauft an den Verkaufsstellen ausschliesslich Prematch-Wetten; wer live wetten will, braucht die Internet-Spielplattform der Loterie Romande. Das ist keine Detailfrage. Für einen Teil der Westschweizer Kundschaft heisst es: Der Weg zum Livewettschein führt nicht durch die Ladenfiliale, die man seit Jahren kennt.
Ein Punkt, den viele überschätzen: Ob ein Ereignis live im Fernsehen übertragen wird, ändert an der Wette nichts. Ein Livewettschein braucht keinen Bildschirm zu Hause.
Quoten im Spielverlauf: warum sich der Preis schneller ändert als die Meinung
Nichts am Livewetten ist mystisch. Die Quote ist ein Preis, der aus der eingeschätzten Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses entsteht, und diese Einschätzung wird im Spielverlauf laufend korrigiert.
Was die Quote während der Partie tatsächlich verschiebt
Ein 0:0 in der 80. Minute ist ein anderes Produkt als ein 0:0 in der 10. Minute, obwohl auf dem Papier dieselbe Zahl steht. Die Zeit ist die Variable, die sich bewegt, ohne dass jemand den Ball berührt. Dazu kommen Ereignisse, die niemand vorhersieht: ein Platzverweis, ein verschossener Elfmeter, ein Torwart, der sich verletzt.
Wer live wettet, kauft also eine Chance, die sich mit jedem Moment neu bewertet. Das ist mathematisch nichts anderes als das Warten auf ein Angebot — nur schneller und ohne Pause zum Nachdenken. Und genau dort liegt die Falle.
Die Regel, die einen live platzierten Wettschein entwerten kann
Bei Sporttip-Livewetten gibt es eine Bedingung, die man vorher kennen sollte: Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten.
Übersetzt heisst das: Wer auf ein Tor setzt, während das Tor bereits gefallen ist, bekommt den Einsatz zurück, aber keinen Gewinn. Die Wette verliert nicht, sie verdient nur nichts. Der Unterschied zwischen einer Sekunde zu früh und einer Sekunde zu spät entscheidet also nicht über Sieg oder Niederlage, sondern über die Frage, ob überhaupt etwas zu holen war.
Das ist keine Betrugsregel, sondern eine Notwendigkeit: Ohne sie würde die Verzögerung zwischen Bild und Signal zur Einnahmequelle. Genau deshalb kommt sie auch dann zur Anwendung, wenn man überzeugt ist, schnell genug gewesen zu sein. Auf dem eigenen Sofa ist das Bild immer ein paar Sekunden später als das Ereignis. Für die Abrechnung zählt die Zeit, in der der Veranstalter die Wette erfasst — nicht die, in der man selbst die Taste gedrückt hat.
Dazu gesellt sich eine weitere Bedingung, die live zur Stolperfalle wird: Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000. Der Veranstalter kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer live eine grössere Position aufbauen will, merkt das erst beim Absenden.
Was ein gewonnener Wettschein tatsächlich auszahlt
Ein Beispiel mit runden Zahlen, das keinen Kurs zitiert, sondern nur zeigt, wie die Mechanik läuft: Bei einer Einzelwette von CHF 10 zu einer Quote von 2.50 ergibt sich ein möglicher Rückzahlungsbetrag von CHF 25,00, also CHF 15,00 Nettogewinn. Das ist keine Prognose und kein Angebot — es ist die Formel, die hinter jedem Wettschein steht.
Die Formel selbst ist einfach: Einsatz mal Quote. Bei Kombinationen wird die Gesamtquote aus dem Produkt der Einzelquoten gebildet. Und die Auszahlung enthält bereits den Einsatz — wer den reinen Gewinn sucht, muss ihn abziehen. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag übrigens zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Zwei Operationen, die in eine Richtung gehen, und zwar nach unten.
Was der Rechnung fehlt, ist ein Faktor, den kein Wettschein zeigt: die Marge, die im Preis steckt. Wer das mitrechnet, merkt schnell, dass der Einsatz nicht nur gegen den Gegner läuft.
Cash-Out: was die vorzeitige Abrechnung wirklich bringt und was sie kostet
Cash-Out klingt nach Notausgang. Es ist einer, aber es ist der Notausgang des Veranstalters, nicht der eigene.
So funktioniert die vorzeitige Abrechnung bei Sporttip
Sporttip bietet Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten an — vor Spielbeginn und live. Es gibt ihn nur online und ausschliesslich als vollständiges Cash-Out, ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.
Die zweite Aussage verdient mehr Aufmerksamkeit als die erste. Wer Cash-Out als Produkteigenschaft des Wettscheins begreift, der irrt: Der Anbieter muss die Möglichkeit nicht für jede Wette bereitstellen. In manchen Märkten steht sie einfach nicht zur Verfügung, und dann gibt es sie eben nicht.
Der Preis der Absicherung
Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn. Er hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden.
Da steht die ganze Ökonomie des Features. Man tauscht einen unsicheren, aber höheren Betrag gegen einen sicheren, aber kleineren. Der Unterschied zwischen beiden Grössen ist das, was man für die Sicherheit zahlt — und dieser Preis wird nicht von einem Schiedsrichter festgelegt, sondern vom Anbieter, in Echtzeit, nach seinem eigenen Modell. Wer regelmässig cash-out nutzt, zahlt diese Differenz nicht einmal, sondern bei jeder Wette erneut.
Interessanter Nebeneffekt für Freunde von Aktionsangeboten: Wer eine Wette mit einem Quoten- oder Profitboost vorzeitig abrechnet, verliert den Boost. Bei Sporttip sind Quotenboosts ohnehin nur online und nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage gültig, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro wettende Person nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Cash-Out ist also nicht nur teuer — er kann eine Prämie vollständig auslöschen.
Wann eine vorzeitige Abrechnung sinnvoll ist und wann nicht
Gehen wir die Situationen durch, statt ein Prinzip zu beschwören. Wer eine Kombiwette mit vier offenen Legs laufen hat und nach drei Treffern die Chance bekommt, die Unsicherheit des letzten Spiels abzugeben, tauscht einen hohen möglichen Gewinn gegen einen kleineren festen Betrag. Das kann vernünftig sein, wenn der kleinere Betrag einen echten Bedarf deckt.
Wer dagegen live auf einen Torjäger setzt und schon nach zehn Minuten nervös wird, verkauft eine These, die er selbst gerade erst gekauft hat. Die Differenz wandert in beide Fällen zum Anbieter.
Und die dritte Variante, die am häufigsten ist: Man nutzt Cash-Out, um den Einsatz zurückzuholen, verliert dabei einen Teil davon und nennt es einen kleinen Verlust. Das ist psychologisch bequem und rechnerisch trotzdem ein Verlust.
Der Vergleich der Schweizer Veranstalter: Sortiment, Limiten, Auszahlung
Zehn Namen, zwei davon mit Schweizer Bewilligung. Das ist die Situation, und jede Gegenüberstellung sollte mit dieser Zahl beginnen, nicht mit der Quote.
Die folgende Übersicht ordnet die bewerteten Plattformen nach ihrer Zulassung. Die Prüfung der Schweizer Zulassung richtet sich auf die Bewilligung als solche; sie sagt nichts über ein einziges Produktmerkmal der einzelnen Anbieter aus.
| Plattform | Schweizer Bewilligung | Veranstalterin bzw. berichtete Lizenz |
|---|---|---|
| Sporttip | Ja — Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Jouez Sport | Ja — Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande) |
| Sportuna | Nein | keine Schweizer Bewilligung; berichtete Lizenz ohne Geltung in der Schweiz |
| PowBet | Nein | keine Schweizer Bewilligung; berichtete Lizenz ohne Geltung in der Schweiz |
| 1Bet | Nein | keine Schweizer Bewilligung; berichtete Lizenz ohne Geltung in der Schweiz |
| BillyBets | Nein | keine Schweizer Bewilligung; berichtete Lizenz ohne Geltung in der Schweiz |
| GG.BET | Nein | keine Schweizer Bewilligung; berichtete Lizenz ohne Geltung in der Schweiz |
| Betclic | Nein | keine Schweizer Bewilligung; berichtete Lizenz ohne Geltung in der Schweiz |
| Gamdom | Nein | keine Schweizer Bewilligung; berichtete Lizenz ohne Geltung in der Schweiz |
| Bruce Bet | Nein | keine Schweizer Bewilligung; berichtete Lizenz ohne Geltung in der Schweiz |
Acht Zeilen mit demselben Eintrag wirken monoton, und sie sind es auch. Genau das ist das Ergebnis. Die Bewilligung ist ein Rechtsstatus, keine Produkteigenschaft, und sie ist bei den ausländischen Anbietern entweder vorhanden oder nicht. Ein Feld, das nur zwei Werte kennt, liefert keine Nuancierung — es liefert eine Tatsache, die man einmal liest und danach kennt.
Wie die zwei bewilligten Veranstalter aufgestellt sind: Spielerkonto, Limiten und Auszahlung
Zwischen Sporttip und Jouez Sport liegen nicht zwei Welten, aber zwei verschiedene Zugänge. Wer im Tessin oder in Zürich wohnt, findet bei Sporttip ein anderes Paket als eine Kundin aus Genf bei Jouez Sport. Das ist keine Qualitätsfrage, sondern Geometrie.
Das Spielerkonto: wer überhaupt mitspielen darf
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Das umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren; die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.
Jouez Sport ist im Gebiet der sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura zu Hause. Die Loterie Romande nennt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. An Verkaufsstellen mit Wetterfassungsterminal ist Jouez Sport zugänglich, teilnehmen dürfen nur natürliche Personen ab 18 Jahren.
Für einen Zuzüger ist das die praktischste Information des ganzen Artikels: Der Wohnort entscheidet, welches der beiden Konten offensteht. Ein Wechsel von Zürich nach Lausanne bedeutet nicht, dass man mehr Auswahl bekommt — man bekommt ein anderes Konto.
Limiten: was das eigene Konto begrenzt und was erst später greift
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Das ist der Punkt, an dem viele Livewetter ihre eigene Rechnung falsch aufstellen. Die Verlustlimite ist keine Obergrenze für einen einzelnen Wettschein, sondern für einen Zeitraum. Ein Mindesteinsatz von CHF 1 und ein Höchsteinsatz von CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette sagen nichts darüber, wie viele dieser Wetten in eine Partie passen. Wer live im Fünf-Minuten-Takt setzt, verbraucht seine Tageslimite schneller als er denkt — und bemerkt es erst, wenn der Wettschein abgelehnt wird.
Der steuerbare Teil liegt darin, dass eine Senkung sofort wirkt, eine Erhöhung nicht. Das Gesetz schreibt eine Wartezeit von 24 Stunden vor; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Ein impulsiver Moment kann eine Limite also nach unten verändern, aber nicht nach oben. So herum ist es gedacht.
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Der Ausschluss von Minderjährigen gilt online ohnehin: Online sind Minderjährige nicht zugelassen, und für ein Spielerkonto braucht es eine verifizierte Identität — ein Konto pro Person.
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist mehr, als es auf den ersten Blick klingt: Die eine Sperre zieht weiter als das Produkt, für das man sie ausgesprochen hat.
Geld aufs Konto und wieder herunter
Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Als Zahlungsart für das Aufladen des Swisslos-Spielkontos nennt Swisslos PostFinance Pay; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt.
Bei der Auszahlung gilt eine Regel, die man kennen sollte, bevor man Geld einzahlt: Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
Zwei kostenlose Auszahlungen pro Jahr sind eine Zahl, an der sich ein Vielnutzer stösst. Wer sein Guthaben in kleinen Tranchen abräumt, zahlt ab der dritten Überweisung. Wer eine einzige grössere Summe zieht, nicht. Das ist ein Argument für seltene, grössere Auszahlungen und gegen die Gewohnheit, nach jedem Wettschein einen Restbetrag zu übertragen.
Bei den Gewinnen wird es unkomplizierter: Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers überwiesen.
Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos; eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Ein halbes Jahr klingt grosszügig. Für einen Wettschein, den man in einer Schublade vergisst, ist es keine Ewigkeit.
Grundlagen: Spielzeit, Absage und was die Regeln mit einem Wettschein machen
Wettregeln sind das trockenste Kapitel dieser Seite und das einzige, das man einmal lesen muss, um es nie wieder lesen zu müssen.

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer — etwa 90 Minuten im Fussball — plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf ein Ergebnis in der regulären Spielzeit setzt und die Verlängerung erlebt, wettet weiterhin auf die reguläre Spielzeit. Das klingt selbstverständlich und wird bei jedem Turnier falsch erinnert.
Bei abgesagten Ereignissen gilt eine Frist: Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt — oder im Rahmen eines Turniers —, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Der zweite Teil ist der unangenehme: In einer laufenden Kombination verschwindet die betroffene Voraussage nicht, sie wird neutralisiert. Die Kombination lebt weiter, nur mit einem Faktor weniger.
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für Livewetter ist das relevant, weil dort naheliegende Verknüpfungen entstehen: Wer auf den Sieg einer Mannschaft und gleichzeitig auf einen Spieler setzt, der dort unter Vertrag steht, kombiniert Abhängigkeiten, nicht Ereignisse.
Was beim Livewetten nach 18 Minuten meistens noch fehlt: Kontrolle
Nichts an Livewetten ist gefährlicher als der Rhythmus. Nicht die Quote, nicht der Markt, nicht der Zufall — die Taktung.
Warum schnelle Wettabfolgen Verluste beschleunigen
Zwischen zwei Prematch-Wetten liegt oft ein Abend. Zwischen zwei Livewetten liegt manchmal ein Tor. Die Einsätze sind kleiner, die Häufigkeit höher, und der beruhigende Blick auf den einzelnen Betrag verdeckt die Summe. Wer in neunzig Minuten acht Wetten zu je CHF 10 abgibt, hat CHF 80 bewegt und dabei das Gefühl gehabt, jederzeit nur ein Zehnernötli riskiert zu haben.
Dazu kommt eine zweite Verschiebung: Livewetten fühlen sich klüger an als Prematch-Wetten, weil man mehr Informationen hat. Man sieht das Spiel ja. Das stimmt und hilft nichts. Der Anbieter sieht dieselben Bilder, besitzt dieselben Daten und kalkuliert seine Quoten in derselben Sekunde. Ein Wissensvorsprung, den man mit dem Buchmacher teilt, ist kein Vorsprung.
Und die dritte Eigenheit: Die Verlustlimite kennt keine Emotion. Sie greift, wenn die Summe erreicht ist — nicht dann, wenn man sich gerade erst aufgewärmt fühlt. Der ungünstigste Moment ist immer der, in dem eine Limite zumacht.
Was Limiten, Sperren und Pausen tatsächlich bewirken
Es gibt keinen staatlich festgelegten Einzahlungsdeckel in der Schweiz. Die Limiten setzt man selbst, und der Veranstalter ist verpflichtet, Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste zu verlangen. Bei Sporttip sind es drei Fristen gleichzeitig: 1, 7 und 30 Tage.
Wer noch nie ein Konto hatte, unterschätzt, wie schwer es ist, eine Zahl zu treffen, die man in ein paar Wochen noch akzeptiert. Der praktische Rat ist deshalb, nicht zu optimieren. Lieber eine Limite, die beim ersten guten Abend im Weg steht, als eine, die erst beim dritten in Kraft tritt.
Daneben steht die Sperre: Spielsperren erfassen überschuldete oder spielsuchtgefährdete Personen und die Selbstsperre, und sie werden in einem gemeinsamen Register der gesperrten Personen geführt. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, unter Beteiligung einer Fachstelle. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Gesperrte oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.
Sporttip hat, anders als manche Länderregel, kein monatliches Maximalbudget, das der Staat vorgibt. Was es gibt, ist die Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage als freiwilliges Instrument. Wer sie nutzt, sollte sie als das begreifen, was sie ist: eine Selbstbindung, die man vor dem ersten Verlust und nicht danach setzt.
Der Moment, in dem ein Spiel kippt
Es gibt einen Punkt in fast jeder schlechten Livewetten-Sitzung, an dem die Wette nicht mehr das Spiel begleitet, sondern das Spiel die Wette antreibt. Erkennbar ist er daran, dass man auf ein Ereignis setzt, um eine frühere Position zu reparieren — auf ein Tor, nicht auf ein Gefühl.
Wer das an sich bemerkt, kann eine Zugangssperre für 1 bis 180 Tage setzen, ohne sie vor Ablauf aufheben zu können. Das ist ein harter Schnitt und genau deshalb funktioniert er.
Wer das bei sich häufiger bemerkt, findet Rat bei den Fachstellen: bei Gespa-nahen Angeboten, bei den Sozialdiensten und bei der Suchtberatung des Wohnkantons. Ein Konto, das man nicht mehr öffnen kann, ist keine Kleinigkeit — es ist die wirksamste Massnahme, die auf dieser Seite vorkommt.
Rechtslage: für wen Livewetten in der Schweiz bewilligt sind und für wen nicht
Die kurze Antwort, die viele suchen: Livewetten sind in der Schweiz nicht verboten. Sie sind bewilligungspflichtig, und das ist ein Unterschied, der über den Anbieter entscheidet, nicht über die Wettart.

Der Rahmen: Grossspiel, Bewilligung und die geschlossene Liste
Online-Sportwetten gelten als Grossspiel nach dem Geldspielgesetz und werden von der Gespa beaufsichtigt — der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat. Die Eidgenössische Spielbankenkommission ist nicht die zuständige Behörde: Sie beaufsichtigt Casinos, nicht Sportwetten.
Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen, einer Veranstalterbewilligung und einer Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Bei einem Grossspiel gehen die Nettoerträge an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen.
Was gewettet werden darf, steht nicht im Belieben des Veranstalters. Die bewilligte Offerte ist eine geschlossene Liste der zulässigen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Qualifikationsrunden stehen nur auf der Liste, wenn sie dort stehen; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangierung den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Auf Trainingsläufe darf nie gewettet werden. Die Liste führt keine Eckball- und Kartenmärkte und keine Esport-Sektion.
Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter über eine entsprechende Entscheidung verfügt. Das Geldspielgesetz kennt keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Wer auf ein Sportangebot ausserhalb der Liste stösst, findet es bei einem ausländischen Anbieter, nicht auf einem bewilligten Schweizer Wettschein.
Warum ein Schweizer Konto an den Wohnort gebunden ist
Für ein Online-Konto braucht es Wohnsitz in der Schweiz und in der Praxis zusätzlich Wohnsitz im Gebiet des Veranstalters. Das ist die Stelle, an der viele Erwartungen an den Markt scheitern: Die Schweiz hat einen der am strengsten regulierten Sportwettenmärkte Europas und gleichzeitig den kleinsten Anbieterkreis. Zwei Veranstalter für ein ganzes Land.
Die Kehrseite dieser Enge ist ein Schutz, den kein ausländisches Angebot replizieren kann: Der Spielerschutz, die Limiten und das Sperrregister gelten für Swisslos- und Loterie-Romande-Konten, weil diese Anbieter dem Gesetz unterliegen. Diese Vorteile sind an den Anbieter geknüpft, nicht an die Sportart.
Der ausländische Anbieter: was eine andere Lizenz hier bedeutet
Eine ausländische Bewilligung — ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Geltung. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar; die Strafe reicht bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Spielende selbst wird nicht bestraft.
Trotzdem fehlen ihm Schutz und Fairnesskontrolle: Ein Anschluss an das Schweizer Sperrregister besteht nicht, ein Schweizer Rechtsweg ist ausgeschlossen, und Einsätze sowie Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domänen, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Blockierte Domänen werden innert Stunden ersetzt, und die Gespa nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home und führt bet365 auf der Liste.
Bemerkenswert ist, dass die Schweiz kein Instrument kennt, mit dem Banken oder Kartennetzwerke Zahlungen an unbewilligte Wettanbieter blockieren. Der Zugang wird auf der Netzwerkebene unterbunden, nicht auf der Zahlungsebene. Wer also erwartet, dass seine Karte ein solches Angebot abweist, irrt.
Ehrlich formuliert gibt es keine bequeme Antwort. Wer bei einem ausländischen Anbieter wettet, tauscht Schweizer Schutz gegen ein breiteres Sortiment und ein anderes Risiko. Wer bei einem bewilligten Veranstalter wettet, bekommt den vollen Schutz und eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten. Keine der beiden Optionen ist per se die sichere Wahl — die Wahl entscheidet, welches Risiko man trägt.
Wann ein Gewinn steuerfrei ist und wann nicht
Gewinne aus Schweizerisch bewilligten Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, deshalb gilt «je nach Kanton» und nicht eine einzige Zahl.
Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein; diese wird über die Steuererklärung zurückgeholt, indem der Gewinn deklariert wird. Eine typische Wettende gewinnt weit unter dieser Grenze: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn.
Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis etwa im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht.
Das ist allgemeine Information. Wer eine konkrete Situation klären will, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.
Werbung, Gratisspielguthaben und was der Gesetzgeber nicht regelt
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Das ist der Grund, warum diese Seite beschreibt und bewertet statt zu empfehlen.
Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbeträge und Bedingungen ergeben sich ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Ein Werbeverbot zu bestimmten Tageszeiten gibt es nicht.
Was die zwei bewilligten Angebote leurnterscheidet: Übertragung, Verkaufsstellen und ein Boost mit Bedingungen
Wer Livewetten bei einem bewilligten Anbieter platzieren will, hat die Wahl zwischen zwei Wegen — und diese Wahl ist enger, als sie aussieht.
Sporttip-Wetten lassen sich online über die Swisslos-Website oder die Sporttip App für iOS und Android abgeben. In der App zusammengestellte Wetten können auch per QR-Code an einer Sporttip Verkaufsstelle gespielt werden. Dieser Weg ist keine Nostalgie: Er verbindet die Bequemlichkeit der App-Auswahl mit einem Wettschein aus dem Laden.
Der Kombiboost bei Sporttip gilt nur online und umfasst Prematch-, Live- und Systemwetten. Er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Auf den ersten Blick ist das ein grosszügiges Angebot. Auf den zweiten ein Rechenbeispiel: Wer auf die volle Verdoppelung des Nettogewinns aus ist, muss fünfzehn Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 kombinieren. Ein solcher Wettschein geht selten auf. Der Sprung von vier auf sieben Voraussagen bringt 15 Prozentpunkte mehr Bonus und deutlich mehr Risiko. Der wirtschaftlich sinnvolle Bereich liegt am unteren Rand — und genau dort, wo der Booster am wenigsten spektakulär aussieht.
Ein Zusatzdetail, das Livewetter betrifft: Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Und da Cash-Out bei Sporttip nur online und nur vollständig möglich ist, kann man eine Kombination mit Boosterhöhung nicht teilweise absichern, ohne die Erhöhung zu verlieren.
Die zehn bewerteten Plattformen im Einzelnen
Die Reihenfolge folgt der Zulassung. Zuerst die beiden Veranstalter, die in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten dürfen, dann die acht ausländischen Anbieter, die Spieler hier ebenfalls antreffen. Die acht sind ausdrücklich als Referenz gelistet, nicht als Empfehlung.
Sporttip (Swisslos) — Livewetten online, mit Cash-Out und Bet-Builder
Sporttip ist das Produkt der SWISSLOS Interkantonalen Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Das Unternehmen veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Sporttip verfügt über eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem Geldspielgesetz, unter Aufsicht der Gespa.
Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.
Was Sporttip für Livewetten besonders macht, sind die Regeln selbst. Wetten nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen kann der Veranstalter Wetten mit Quote 1.00 werten. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten und bei CHF 10’000 für Systemwetten. Cash-Out gibt es live und vor dem Spiel, nur online und nur als vollständiges Cash-Out.
Die Verlustlimiten betragen CHF 9’999 für 1, 7 und 30 Tage, unter 21 Jahren CHF 1’000 — eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach 72 Stunden. Auszahlungen: zweimal pro Jahr gratis, danach eine allfällige Kommission von 3 %, Überweisung innert 5 bis 10 Arbeitstagen, Gewinne bis CHF 1’000 automatisch aufs Wallet, darüber innert 3 Arbeitstagen auf das Bank- oder Postkonto. Gewinne verfallen nach 26 Wochen.
Das Angebot ist ein geschlossenes, aber funktionierendes Paket. Livewetten, Cash-Out, Kombiboost und Bet-Builder decken den Bedarf eines Freizeitwetters weitgehend ab, und der Mindesteinsatz von CHF 1 macht kleine Livewetten möglich. Wer jedoch regelmässig grössere Positionen während einer Partie aufbauen will, stösst bei CHF 1’000 pro Wettschein früher an, als ihm lieb ist.
Der wunde Punkt liegt bei den Auszahlungen. Zweimal pro Jahr kostenlos, danach 3 %: Das ist keine Unverschämtheit, aber es ist eine Gebühr, die einen dazu erzieht, selten und in grösseren Beträgen abzuräumen. Und wer sein Konto als Wettkonto mit täglichem Reinschauen führt, zahlt sie eher als jemand, der einmal im Monat abrechnet.
Jouez Sport (Loterie Romande) — Verkaufsstellen im Prematch, Livewetten online
Jouez Sport ist das Produkt der Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Loterie Romande nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Das Unternehmen hält eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel unter Aufsicht der Gespa.
Der Zugang ist an Verkaufsstellen der Loterie Romande mit Wetterfassungsterminal möglich, und teilnehmen dürfen nur natürliche Personen ab 18 Jahren. In den Verkaufsstellen gibt es ausschliesslich Prematch-Wetten; Livewetten bietet die Internet-Spielplattform der Loterie Romande.
Das ist der entscheidende Punkt des gesamten Angebots. Wer in Lausanne wohnt und eine Livewette platzieren will, geht nicht in die Filiale, sondern ins Netz. Die 2’350 Verkaufsstellen sind für Livewetten irrelevant — sie sind die Infrastruktur für ein anderes Produkt. Für eine Kundschaft, die den Laden als Vertrauensort schätzt, ist das eine echte Verschiebung: Das Produkt, das ihr sonst am Heimweg abholt, zieht auf eine Plattform, die sie selbst aufsuchen muss.
Wer regelmässig in der Westschweiz unterwegs ist und den sozialen Ort Verkaufsstelle schätzt, findet in Jouez Sport eine bequeme Prematch-Lösung — für Livewetten dagegen nur die Online-Plattform. Und wer ein Livewetten-Konto bei der Loterie Romande eröffnet, akzeptiert damit eine Registrierung, die er bei der Ladenversion nie gebraucht hätte.
Sportuna — Schweizer Spieler treffen es, eine Schweizer Bewilligung hat es nicht
Sportuna verfügt über keine Schweizer Bewilligung. In der Schweiz dürfen ausschliesslich Swisslos und die Loterie Romande Sportwetten anbieten. Eine berichtete Lizenz hat in diesem Land keine Wirkung. Ein Anschluss an das Schweizer Sperrregister ist nicht gegeben, es besteht kein Schweizer Rechtsweg, und die Domäne kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden.
Wer über Sportuna stolpert, stösst in der Regel nicht auf eine Werbung für Livewetten, sondern auf ein Ergebnis in einer Suchmaschine. Die Plattform steht hier als Referenz, damit die Gegenüberstellung vollständig ist.
Über das Live-Sortiment, die Einsätze und die Auszahlungswege von Sportuna sagt diese Seite nichts. Diese Punkte lassen sich nur an einer Stelle verlässlich prüfen: in den Bedingungen des Anbieters, bevor man dort ein Konto eröffnet. Wer sie nach der Eröffnung liest, liest sie zu spät.
PowBet — als Vergleichsgrösse gelistet, ohne Schweizer Zulassung
PowBet verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Da nur Swisslos und die Loterie Romande Sportwetten in diesem Land anbieten dürfen, hat eine berichtete Lizenz hier keine rechtliche Wirkung. Spieler finden keinen Anschluss an das Schweizer Sperrregister oder einen Schweizer Rechtsweg vor, und die Domäne kann auf die Sperrliste der Gespa gelangen.
Der Name klingt nach einer Schweizer Aussprache. Das ist Zufall. Was bleibt, ist ein Anbieter ohne Zulassung in diesem Land — und für einen Spieler heisst das: kein Schweizer Schutzrahmen, gleichgültig, wie die Oberfläche aussieht.
Wer hier ein Konto eröffnet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er sich ausserhalb dessen bewegt, was die Schweiz regelt. Das ist kein moralisches Urteil über den Anbieter; es ist eine Beschreibung der Rechtsfolgen für den, der dort einzahlt.
1Bet — Referenz ohne Bewilligung, mit denselben Folgen
1Bet verfügt über keine Schweizer Bewilligung; nur Swisslos und die Loterie Romande sind hier als Anbieter zugelassen. Eine berichtete Lizenz hat keine Gültigkeit in der Schweiz. Es gibt weder einen Anschluss an das Sperrregister noch einen Schweizer Rechtsweg, und die Domäne kann von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt werden.
An dieser Stelle lohnt ein Moment der Klarheit: Die Bewilligungslage ist bei den acht ausländischen Anbietern identisch. Das ist keine Nachlässigkeit dieser Seite, sondern die Wirkung eines Systems, das die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt. Wer nach Unterschieden sucht, findet sie im Sortiment und in den Bedingungen der Anbieter selbst — nicht in einem unterschiedlichen Zulassungsstatus.
Für einen Leser bedeutet das, dass die Wahl zwischen diesen Anbietern keine Frage des Rechts ist, sondern eine des Risikos.
BillyBets — ausländische Plattform, in der Schweiz ohne Zulassung
BillyBets besitzt keine Schweizer Bewilligung. Die Loterie Romande und Swisslos sind die einzigen Veranstalter für Sportwetten in der Schweiz; Lizenzen anderer Länder haben keine Geltung. Ein Sperrregister-Anschluss oder ein Schweizer Rechtsweg existieren nicht, und die Seite kann auf die Sperrliste der Gespa kommen.
Wer Livewetten bei einem solchen Anbieter platziert, tut das in einem Umfeld, das die Schweiz weder beaufsichtigt noch unterstützt. Konkret heisst das: keine Limiten, die einer Schweizer Regel entsprechen müssten, kein Register, in dem man sich sperren lassen kann, und keine Stelle, bei der man sich beschwert.
Das sind keine theoretischen Nachteile. Sie fallen genau in jenen Situationen auf, in denen man sie am wenigsten brauchen kann.
GG.BET — ohne Schweizer Bewilligung, als Referenz geführt
GG.BET verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande sind in diesem Land für Sportwetten zugelassen. Eine berichtete Lizenz hat hier keine Gültigkeit. Ein Anschluss an das Sperrregister fehlt, ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, und die Domäne kann auf der Sperrliste der Gespa landen.
Für die Bewertung heisst das: Der Anbieter wird in dieser Gegenüberstellung nach denselben Massstäben geprüft wie die bewilligten, und in dem Punkt, der rechtlich zählt, fällt er durch. Alles andere, was er bietet, kann gut sein. Es verändert das Ergebnis nicht.
Wer sich für ein Konto bei einem ausländischen Anbieter entscheidet, sollte diesen Punkt als eine Entscheidung über Risikoübernahme begreifen, nicht als Formalität.
Betclic — bekanntes ausländisches Angebot, ohne Bewilligung in der Schweiz
Betclic verfügt über keine Schweizer Bewilligung; in der Schweiz sind ausschliesslich Swisslos und die Loterie Romande zugelassen. Eine ausländische Lizenz ist hier nicht anerkannt. Ein Schweizer Rechtsweg oder ein Anschluss an das Sperrregister bestehen nicht, und die Domäne kann von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt werden.
Bekanntheit ist hier kein Argument. Ein Name, den viele kennen, wird nicht dadurch zu einem bewilligten Anbieter, dass viele ihn kennen. Die Sperrliste der Gespa trifft Domänen und nicht Marken, und eine blockierte Domäne ersetzt sich innert Stunden — die Blockade selbst ist deshalb kein Verbraucherschutzmechanismus, sondern eine Zugangsbremse.
Wer bei Betclic spielt, sollte wissen, worauf er verzichtet: auf alles, was in dieser Schweiz für ein Spielerkonto gilt.
Gamdom — ohne Schweizer Zulassung, als Referenz gelistet
Gamdom verfügt über keine Schweizer Bewilligung; Swisslos und die Loterie Romande sind als einzige Anbieter für Sportwetten in der Schweiz zugelassen. Eine berichtete Lizenz ist hier nicht gültig. Schutzmechanismen wie das Sperrregister oder ein Schweizer Rechtsweg fehlen, und die Domäne kann auf die Sperrliste der Gespa kommen.
Wer live während einer Partie setzen will, findet bei einem solchen Anbieter ein Angebot, das die Schweiz nicht regelt. Konkret bedeutet das auch, dass die Grenzen, die bei einem bewilligten Veranstalter für Einsätze und Verluste gelten, dort nicht gelten müssen.
Für einen Spieler, der die Grenzen braucht, ist das der wichtigste Einzelpunkt dieser Seite.
Bruce Bet — in der Schweiz ohne Bewilligung, also ohne Schweizer Schutz
Bruce Bet hat keine Schweizer Bewilligung. In der Schweiz dürfen nur Swisslos und die Loterie Romande Sportwetten anbieten, und eine berichtete Lizenz hat hier keine Geltung.
Damit schliesst sich die Reihe. Acht Anbieter, ein Ergebnis. Die Monotonie ist die Botschaft: Die Schweizer Zulassungsfrage ist keine Frage der Qualität, sondern eine des Standorts.
Was für den Leser bleibt, ist eine nüchterne Wahl zwischen einem geschlossenen, regulierten Markt mit zwei Anbietern und einem offenen, unregulierten Umfeld mit vielen. Beide Seiten haben Kosten, und die Kosten liegen nicht dort, wo man sie zuerst sucht.
Häufige Fragen zu Livewetten in der Schweiz
Wie laufen Livewetten ab, und warum ändern sich die Quoten während des Spiels?
Die Quote spiegelt die eingeschätzte Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses und wird laufend angepasst, sobald sich der Spielverlauf ändert. Tore, Platzverweise, Elfmeter und die verbleibende Zeit verschieben sie. Man platziert den Wettschein während der Partie, und der Preis, den man annimmt, gilt für den Moment der Annahme — nicht für den Moment, in dem man sich entschieden hat.
Sind Livewetten in der Schweiz erlaubt?
Ja, aber nur bei einem bewilligten Veranstalter und nur für Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die auf der behördlichen Liste stehen. In der Schweiz dürfen ausschliesslich Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport Sportwetten anbieten. Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Geltung, unabhängig davon, in welchem Land sie erteilt wurde.
Was passiert mit einer Wette, die erst nach dem Eintreffen des Wettausgangs platziert wird?
Bei Sporttip zählt eine solche Wette mit Quote 1.00. Der Einsatz wird also zurückgezahlt, ein Gewinn entsteht nicht. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Entschieden wird nach der Zeit, in der der Veranstalter die Wette erfasst hat.
Gibt es Livewetten bei Jouez Sport auch an der Verkaufsstelle?
Nein. An Verkaufsstellen der Loterie Romande mit Wetterfassungsterminal sind nur Prematch-Wetten erhältlich. Livewetten bietet ausschliesslich die Internet-Spielplattform der Loterie Romande. Teilnehmen dürfen nur natürliche Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz im Gebiet der sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.
Gehören Verlängerung und Penaltyschiessen zur regulären Spielzeit?
Nicht automatisch. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer, im Fussball also 90 Minuten, plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer das überliest, wettet bei einem Turnierspiel auf ein anderes Ergebnis als angenommen.
Wettarten – eishockeytipps.com
Inhalt erstellt vom Team «eishockeytipps.com»
